Jan 222020
 
238_Puerto_Marin_Balmaceda-Chaiten   Silvia möchte unbedingt die Erfahrung machen, einmal durchgehend auf der chilenischen Seite nach Norden zu fahren, statt den Landweg über Argentinien zu nehmen. Das bedeutet, dass wir gewisse Passagen auf Fähren überbrücken müssen.
Bis Santa Lucia kennen wir den Weg. Ein Teil dieses Dorfes wurde vor 2 Jahren, als wir mit Marcel und dem Postauto unterwegs waren, unter einer Schlammlawine begraben. Die Naturkatastrophe stellte das Leben weit herum auf den Kopf. Die Strasse ist jetzt wieder hergestellt, das Ausmass der Katastrophe ist aber noch gut zu sehen.
Unser Weg führt nach Norden, nach Chaitén. Dort muss man die Tickets für die Fähre erwerben. Bis vor wenigen Tagen konnte man den Ort nicht erreichen. Es wurde gestreikt und man hat die Strassen gesperrt. Gestreikt wird bis heute auf der Insel Chiloe. Eine der wichtigsten Fährverbindungen, Chaitén-Quellón, funktioniert nicht mehr. Die Fischer aus Quellón lassen die Fähren nicht einlaufen. Wir finden eine Alternativroute, die nur 5 Stunden dauert (statt der 4 Stunden nach Quellón). Der Ablegehafen ist die 40 km weiter nördlich gelegene Caleta Gonzalo, kein Ort, sondern nur eine Anlegestation für die Fähren durch den Fjord.
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Blick auf den Vulkan Chaitén. Dieser brach ganz überraschend im Mai 2008 aus und begrub den Ort unter einer dicken Ascheschicht. Die Bevölkerung musste evakuiert werden, die Tiere blieben zurück. Bis heute sieht man die Schäden. Vor allem hier im Ostteil der Stadt kann man sich ein gutes Bild von den Resultaten des Ausbruchs machen. Der Wiederaufbau ist im Gange, man kann hier wieder leben. Die Bedeutung Chaiténs ist enorm. Hier landen Fährschiffe, hier ist das Eingangstor zur Carretera Austral und zum Naturpark Pumalin.
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Übernachtungsplatz: Abandoned Prison Chaiten

GPS: S 42 54.758’, W 72 42.221’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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