Sep 112019
 
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Wir fahren entlang Ackerfelder und Wald. Neben Landwirtschaft wird auch Forstwirtschaft betrieben. Unser Ziel ist der Itaimbezinho Canyon. Er ist einer der grössten in Südamerika.

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_1000225   Die romantische Strasse endet in São Francisco, ein Ort wo die Bevölkerung ursprünglich aus dem Hunsrück stammt. Heute sieht man vor lauter Nebel kaum 10 Meter weit. An der Tankstelle macht man uns voller Freude und Neugier mit einem jungen Mann bekannt, er könne Deutsch, Hunsrücker Platt. Den Dialekt kennen wir, aber der Herr redet ein Mischmasch, mehr brasilianisch, schwer zu verstehen.

Auf der Fahrt zur Itaimbezinho Schlucht machen wir Mittagshalt beim Café Tainhas. Dort holen wir uns etwas zu essen und Zigaretten für Erich. Seine Lieblingsmarke “Kentischi”.

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P1000131   Als die Strasse zur Schotterpiste wird, ziehen die Hunde ins Wohnmobil um, damit Silvia mit dem Auto heute noch den Nationalpark besuchen kann. Hunde sind im Nationalpark verboten.
Für die 6 km Rundwanderung “Trilha do Cotovelo” ist es heute zu spät,  da der Park in 2 Stunden,  um 17 Uhr , seine Pforten schliesst.  Die verbleibende Zeit reicht gut aus für den 1,4 km langen Rundweg “Trilha do Vértice”, von wo aus man den bekanntesten Wasserfall der Schlucht Itaimbezinho, den “Andorhinas”, sieht. Ein Wasserfall, der auch tatsächlich nach 900m Tiefe den Boden der Schlucht bzw. den Fluss Rio do Bois erreicht, die meisten anderen Wasserfälle vernebeln vorher.   __EM1387
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Als Silvia nach einer Stunde zum Parkeingang zurück kommt, ist Erich mit dem Wohnmobil auch da. Schnell wechseln wir das Auto, damit Erich auch noch in den Genuss des Anblicks der tiefsten Schlucht Brasiliens kommt.

Es ist unglaublich, er sieht wegen dem aufziehenden Nebel gar nichts von dem Canyon. Am Parkplatz zum Wanderweg ahnt er schon Schlimmes.

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Wir dürfen die Nacht vor dem Eingangsportal verbringen, damit wir am nächsten Morgen den längeren Rundweg machen können.

Am anderen Tag gehen wir es gemütlich an, denn es dauert lange bis sich der Nebel verzieht. Um etwa 10.30 Uhr begibt sich Silvia dann aber auf den 6 km langen Wanderweg, der leichte Nieselregen wird wohl aufhören bis sie das Ziel erreichen wird. Erich setzt sich mit dem Wohnmobil in Bewegung. Bei den schlechten Strassenbedingungen wird er eine Weile brauchen, bis er den 22 km entfernten Ort Praia Grande erreicht.

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Die Wanderung entlang der Kante der Schlucht ist sehr schön,trotz Regen. Leider ist die Sicht getrübt auf den imposanten Anblick, der sich einem bietet.
Die Araukarie, ein immergrüner Baum, kommt nur auf der Südhalbkugel vor. Sie wächst langsam, im Alter von etwa 100 Jahren werden die unteren Äste abgestossen und es bildet sich die vollendet gerage Stammsäule heraus. Das Holz wird für Fenster- und Türrahmen verwendet. Die Ureinwohner schätzten den hohen Fett- und Eisweissanteil der Samen in ihrer Nahrung.In Brasilien ist die Araukarie wegen Rodung gefährdet. Es gibt aber Bestrebungen für die Aufforstung.
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Nach 1 1/2 Stunden macht sich Silvia auf den Weg nach Praia Grande. In einer Kurve wartet Erich schon. Wir besprechen uns kurz und finden, bei dem Sauwetter fahren wir weiter bis zu einer Poussada in Lauro Muller. Dort wollen wir die Nacht verbringen, bevor wir morgen in die schöne die Serra do Rio Rastro reisen..   P1000134
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Übernachtungsplatz: PN Aparados Gate

GPS: S 29 09.296’, W 50 03.127’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja