Mar 032019
 
170_Quebreda_de_las_Conchas-Ruinas_del_Quilmes   Der Besuch der Quebrada de las Conchas ist auch diesmal faszinierend. Es ist einfach eine schöne Schlucht.

Weiter geht es Richtung Amaicha del Valle. Die Ruinas del Quilmes liegen auf dem Weg und sind absolut sehenswert.
Dafür müssen wir nochmal durch Cafayate fahren. Entlang der Ruta 40 kommen wir an verschiedenen Bodegas  und vielen Weinreben vorbei. Hier befindet sich ein weiteres beliebtes (Weiss)Weinanbaugebiet von Argentinien.

Die Muschelschlucht beeindruckt mit den roten Felsen und
Gesteinsformationen.
Das Flusswasser hat herrliche Höhlen geformt, welche Namen tragen wie der Teufelsrachen oder Amphitheater.
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_MG_3782   Von der asphaltierten Ruta 40 zweigt eine 5 km lange Schotterpiste zu den Ruinen der Quilmes Indianer ab.
Das Wohnmobil parken wir, wie schon letztes Jahr, in einer Nische am Waldrand. Von da aus fahren zwei von uns zu einer der grössten archäologischen Attraktionen des Landes. Vor dem Parkplatz, am Fusse der Ruinen, wird das Eintrittsgeld entrichtet.
Zuerst besuchen wir das Museum. Sehr eindrücklich werden Filme und Utensilien zu der Geschichte der Quilmes Indianer gezeigt. Diese ist schnell erzählt: Im 16. Jahrhundert verschanzten sich etwa 5000 Calchaqui Indianer vor den spanischen Eroberern in Quilmes. Die Bewohner konnten den Konqistadoren über 130 Jahre lang Widerstand leisten. 1667 wurden sie jedoch von den übermächtigen Eroberern besiegt. Moderne Waffen trugen das ihre dazu bei. Nur wenigen Indios gelang die Flucht. Etwa 2000 Indianer wurden gefangen genommen und in einem Gewaltsmarsch über 1200 Kilometer in die heutige Stadt Quilmes bei Buenos Aires deportiert und als Arbeitskräfte ausgenutzt. Viele starben unterwegs. Einer kleinen Gruppe gelang es später bei Verhandlungen mit den Spaniern, ihr Land rund um die Festung Quilmes wieder zurück zu bekommen.   _MG_3800
_MG_3778   Der grösste Teil der Anlage liegt in einer Nische an einem Berghang. Kandelaberkakteen, die sogenannten Cordones, bestimmen hier, wie schon in dien vergangenen Tagen von unserer Fahrt, die Umgebung.

Den besten Überblick hat man, wenn man ganz hoch klettert und von dort die Aussicht geniest. Wir bewegen uns hier oben auf 1700 Höhenmetern. An den Bergkettenrändern wurde die Befestigungsanlage bis fast zur Bergspitze gebaut. Die Mauern der Behausungen sind hier über ein Meter hoch, der Aufstieg wird immer steiler.   _MG_3785
_MG_3783   Wir stellen uns vor, wie die Menschen in den von Mauern geschützten Innenhöfen gelebt haben, miteinander gekocht haben. Die kleinen Vierecke waren Vorratskammern. Die Dächer waren aus Stroh. Auf  Mühlsteinen wurden Mais und Quinoa gemahlen. Es wurden Kartoffeln, Bohnen und Paprika angebaut. Lamas lieferten das Fleisch, Milch und Wolle und Leder.
Es existierte auch ein Wasserversorgungssystem von 100 km Länge.
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10 Prozent der Anlage wurde wieder rekonstruiert, der Rest der eingefallenen beziehungsweise zerstörten Ruinen ist geschützt und wird von Forschern für wissenschaftliche Zwecke genutzt.   _MG_3792
_MG_3799   Mahlsteine
Am Rande des Parkplatzes kann man sich mit Andenken eindecken oder einen kleinen Imbiss zu sich nehmen.   _MG_3801

Übernachtungsplatz: Im Wald an der Strasse zu den Ruinas

GPS: S 26 28.838’, W 66 00.472’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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