Feb 272019
 
167_vor_Huancar-El_Alisal   Die Strecke ist für Einheimische eine beliebte Abkürzung nach San Antonio de los Cobres. Für uns ist es eine Fahrt durch eine karge, aber reizvolle Landschaft auf dem Altiplano.
Mitten im Irgendwo taucht ein Dörfchen auf. Rund um die Kirche stehen halbfertige Häuser. Manchmal fehlt eine Wand oder sogar das Dach. Man dichtet es irgendwie ab. Eile mit der Reparatur hat niemand, ziemlich sicher fehlt das Geld für einen Weiterbau.   __SM0762
__SM0750   Ausserhalb der sehr einfachen Weiler sieht man ab und zu einsame, aber bewohnte Steinhütten. Die Bewohner leben von und mit ihren Schafen und Lamas. So ein karges Leben ist für uns kaum vorstellbar.
Wäre das aus dem Boden herausragende Solarpanel nicht gewesen,hätten wir die “versenkte” Behausung gar nicht entdeckt.   __SM0758
__SM0760   Der Sand der roten Erde steckt in jedem Ritz unseres Fahrzeugs.
Das Landschaftsbild ändert sich schlagartig. Plötzlich ist die Gegend von grossem Geröll übersät.
Versperrt uns etwa dieser grosse Brocken die Strasse?

Nein, wir sind einer optischen Täuschungen zum Opfer gefallen.

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__SM0787   Wir schrecken eine Herde Vicuñas auf. Die Tiere flüchten hangaufwärts. Ihre Fellfarbe tarnt die Kleinkamele so gut, dass man sie im Gestrüpp beinahe gar nicht sieht.
Man glaubt es fast nicht, aber wir befinden uns immer noch auf 4200 Metern. Es ist erstaunlich, wie sehr wir uns bereits an die Höhe gewöhnt haben, die wenigen körperlichen Anstrengungen bewältigen wir immer leichter.

Unser Zwischenziel ist das Eisenbahnviadukt “La Polvorilla”, welches der höchste Punkt des Zuges in die Wolken “ Tren de los Nubes” ist. Bis dahin fahren wir noch 26 km.

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__SM0795   Die Landschaft ist sehr farbig,  aber die Strasse wird immer schmaler und schlechter. Für den Suzuki ja kein Problem, aber für den “Amigo” ist das eine Herausforderung.
Die engste und kritischste Stelle an den überhängenden Felsen ist vorbei. Jetzt darf nur kein Gegenverkehr kommen.
Schon bald wird die Strasse wieder etwas breiter, hoffentlich kommt später nicht noch ein schlimmeres Teilstück.

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Wir erreichen das Eisenbahnviadukt “El Polvorillo”.
Die Spannbrücke erinnert mit ihrer Konstruktion aus Stahl an den Eiffelturm. Sie ist 63 m hoch und 224 m lang.
Die Schienen sind auf 4220 Metern Höhe. Der Zug “Tren de los Nubes” fährt zwei Mal die Woche vom 20 km entfernten San Antonio de los Cobres ab. Heute fährt er nicht.
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__SM0855   Die Schotterstrasse bis nach San Antonio de los Cobres ist fürchterlich, eine sogenannte Wellblechpiste, es rüttelt und schüttelt in den Fahrzeugen. Ab San Antonio ist die Ruta 51 geteert.
Das Panorama ist nun wieder ganz anders, Kakteenbewachsene Hänge und vielfarbige Felswände machen die Fahrt durch die Schlucht “Quebrada del Toro” sehr abwechslungsreich.
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__SM0868   Heute haben wir sehr viele Eindrücke gesammelt .

Übernachtungsplatz: einsame Parallelstrasse

GPS: S 24 50.956’, W 65 43.090’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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