Jan 132018
 
028._Laguna_Amarga-Punta_Bandera   In Argentinien fahren wir auf der Strasse 7 mit unglaublich starkem Wind bis nach Esperanza. Dort befindet sich eine Tankstelle, wo wir alle Fahrzeuge auffüllen. Man kann hier nur in bar bezahlen oder mit einer Visa Debit Karte. Von hier aus geht es auf der Ruta 5 und später Ruta 11 durch El Calafate bis nach Punta Banderas.
__SM7428   Auf dem Weg aus dem Torres del Paine Park hinaus halten wir noch einmal an dem schönen Aussichtspunkt über den Lago Sarmiento.
Heute überqueren wir im kleinen Ort Cerro Castillo die Grenze nach Argentinien. Wir haben Glück, dass kein Tourbus am Zoll steht. In der kleinen Warteschlange am chilenischen Schalter, wo wir den Ausreisestempel bekommen, unterhalten wir uns locker mit brasilianischen Motoraddfahrern. Silvia muss ihre Ohren spitzen, sie erhält gerade einen Sprachkurs in “portugol”, einem Gemisch aus Portugiesisch und Espagnol, sie versteht nur noch “spanisch”.
Einen Kilometer weiter läuft auch alles glatt am kleinen argentinischen Zoll mitten in einer stürmischen Steppenlandschaft. Nach einem kurzen Blick in die Fahrzeuge heisst uns der junge Beamte herzlich in Argentinien willkommen.
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__SM7466   Man fährt immer dem Ufer des Largo Argentino entlang durch ein Gebiet der Grossfarmen mit ihren Pferdeherden und Schafweiden bis man nach Punta Banderas gelangt. Der Hafenparkplatz ist ideal für uns gelegen. Er ist nahe am Eingang zum Nationalpark Los Glaciares. Mit den Hunden kann man von hier aus auch gut spazieren. Es ist ganz ruhig hier, bis jeweils morgens um 8 Uhr sich der Platz mit Tourbussen und Autos füllt. Danach hat man 7 Stunden Ruhe bis die Schiffe von ihrer Fahrt zum Upsala Gletscher wieder anlegen und der Platz sich leert.
Der Parkeingang kommt lange bevor man überhaupt nur den Gletscher zu sehen bekommt. Der Eintritt kostet AR $ 500.- Studenten bedienen die Autofahrer mit den Tickets und Informationen zum Gletscher direkt am Auto. Noch 35 km kurvenreiche Fahrt liegt vor uns, bis  wir den Parkplatz am Gletscher erreichen.   __SM7465
__SM7462   Und wie aus dem Nichts macht sich ein Teil des Perito Moreno Gletschers am Südarm, ein Seitenarm des Lago Argentino, vor einem breit – ein unvergesslicher Anblick.
Der Perito Moreno gehört zum gewaltigen Gletschergebiet Patagoniens, dem Südlichen Eisfeld, das etwa eine Fläche von 13 000 Quadratkilometern bedeckt.   __EM0639
__EM0645   Das Besondere am Perito Moreno ist, dass der Gletscher lebt und beständig wächst. Die Luft ist erfüllt vom Knirschen des Eises und oft ist ein tiefes Brummen zu hören, wenn sich innerhalb des Gletschers ein Abbruch ereignet.

Ein unvergesslicher Moment ist, wenn genau vor einem ein Stück der Eiswand herausbricht, die mit lautem Getose in den Nordarm des Lago Argentino knallt.

Die grossen abgebrochenen Stücke verursachen eine Flutwelle.

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__EM0654   Eine Säule ist am abbrechen.
Hier bricht gleich die glatte Wand ab.   __EM0659
__EM0660   Da ist sie abgebrochen und stürzt ins Wasser.
Die herausgebrochenen Eisblöcke schichten sich im Lauf der Jahre zu neuen Formationen zwischen den südlichen und nördlichen Armen des Argentino Sees auf.

Das ist der Nordteil.

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__EM0633   So entsteht eine Eissperre auf die von der abflusslosen Südseite, deren Pegel bis zu 18m höher ist, das Wasser drückt und zu spektakulären Gletscherdurchbrüchen führt, bei der das Wasser in den Nordteil schiesst.
Aber bis zum nächsten Durchbruch wird es wohl noch ein paar Jahre dauern.

Hier ist der Blick auf den Südteil.

Am 17. Januar verlassen wir den Südteil des Nationalparks Los Glaciares und fahren weiter bis zum Nordteil des Parkes.

Der Nationalpark gehört zum Welterbe der UNESCO.

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Übernachtungsplatz: grosser Parkplatz am Hafen Punta Banderas für die Schifffahrt zum Upsala Gletscher

GPS: S 50 18.657, W 72 47.393
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs:Ja

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