Jan 272020
 
243_Copec_Los_Angeles_Norte-Cobquecura   Wir fahren bei Chillán weg von der Autobahn an die Pazifikküste. Spektakuläre Felsformationen und der schwarze Sandstrand machen den Küstenstreifen bei Cobquecura einzigartig. Bei dem riesigen Felsen mit der grossen Höhle waren wir vor 2 Jahren schon einmal. Kirche aus Stein nennen die Einheimischen das Monument. Am Morgen früh ist ist es hier menschenleer, ab dem Mittag kommen die Besucher. Dann öffnet auch Juan sein Café, schnell hat er eine gemütliche Atmosphäre geschaffen. Seine Pommes waren leider nicht der Hit.
Wo viele Menschen hingehen, hat es auch streunende Hunde. Süss ist der Schäferwelpe mit seiner Mutter. Wir sehen später, dass da noch ein Geschwisterchen ist.
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Übernachtungsplatz: Parking Lot Iglesia de Piedra

GPS: S 36 05.708’, W 72 48.707’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 262020
 
242_Lago_Ranco-Copec_Los_Angeles_Norte   Wir entscheiden uns, die wegen den Sommerferien überfüllte Seengegend zu verlassen und Richtung Nordchile zu fahren. Bei den Salz- und Sandwüsten herrscht sicher kein Andrang. Die mautpflichtige Autobahn 5 ist die einzige Strasse, die geradlinig durch Chile verläuft. Etwa alle 100 km machen wir an den Raststätten Pause. Die Copec Tankstelle 90 km nördlich von Temuco wird Silvia zum Verhängnis. Wenn wir Pause machen, stehen die Fahrzeuge hintereinander. Die Hunde ziehen nacheinander vom Auto ins Wohnmobil um. Während Silvia Rocky zum Womo bringt, nutzt jemand die Gelegenheit und klaut Silvias Tasche mit Handy und Womoschlüssel vom Beifahrersitz. Silvia muss beobachtet worden sein, wie sie die Hunderampe von der Beifahrerseite herausnimmt. Der Diebstahl muss extrem schnell gegangen sein. Leider hat Silvia für die paar Sekunden das Auto nicht abgeschlossen und leider macht die im Auto zurück gebliebene “Kuschel” Carmela keinen Mucks. Zum Glück war das Portemonnaie mit Ausweisen und Kreditkarte nicht in der Tasche drin. Mühsam ist die Angelegenheit in vielerlei Hinsicht, es gibt einige Umtriebe.
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Übernachtungsplatz: Copec Ruta 5, 20 km nördlich von Los Angeles

GPS: S 37 17.017’, W 72 21.245’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 252020
 
241_Volcano_Osorno-Lago_Ranco   Heute ist Samstag, das letzte Januarwochende , wunderschönes Wetter und wir fahren gut gelaunt an den Lago Ranco. Die Strände entlang des Sees sollen sehr schön sein und es soll Platz für alle haben. Denkste! Aber nicht in der Hauptferienzeit! Jedes Fleckchen Strand ist besetzt, Parkplätze am See gibt es nicht mehr. Halb Chile scheint sich diese Feriengegend ausgesucht haben. Wir suchen weiter und geben schliesslich auf, das Womo kommt nur schwer in der eng zugeparkten Strasse am Gegenverkehr vorbei, Silvia hält den Verkehr auf. Zeit um Fotos zu machen gibt es nicht. Wenn es keinen Platz am Strand hat, dann vielleicht einen Parkplatz an einem Aussichtspunkt? Das war auch nichts. Zu allem Unglück bekommt Carmela wieder einen epileptischen Anfall im Auto. Wenigstens wissen wir jetzt was die Ursache für die Anfälle ist: Stress wegen Hitze, Streunern, vielen Leuten und unser eigener Stress! Nach diesem Vorfall nehmen wir den nächst besten Parkplatz am Strassenrand und kommen zur Ruhe. Dunkel wird es auch schon, der Tag war einfach viel zu lange für uns alle.

Übernachtungsplatz: An der Strasse

GPS: S 40 12.091’, W 72 32.716’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 242020
 
240_Hornopiren-Volcano_Osorno   Wir verzichten auf die Fahrt mit der nächsten Fähre, welche die schnellste Verbindung nach Puerto Montt ist. Statt dessen nehmen wir die Naturstrasse dem Fjord entlang bis zum Vulkan Osorno. In jeder Bucht des Fjords sieht man Lachszuchten. Das Geschäft mit den Lachsen rentiert sich mehr als die Viehzucht. Immer wieder sind Bienenstöcke zu sehen.
Die Kirchen mit Schindeln aus robusten Alerceholz sind typisch für diese Gegend.

Der Vulkan Osorno hat eine perfekte Form, am Nachmittag ist er nicht wolkenverhangen. Wir fahren die Stichstrasse hinauf zum Vulkan. Von hier oben hat man eine gute Aussicht auf den Lago LLanquihue (“tiefe Stelle”). Er ist der zweitgrösste See Chiles nach dem Lago General im Süden bei Chile Chico. Es waren Deutsche, die sich entlang des Sees  Mitte des 19. Jahrhunderts ansiedelten.

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Übernachtungsplatz: Parkplatz Vulkan Osorno

GPS: S 41 07.645’, W 72 31.872’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 232020
 
239_Chaiten-Hornopiren   Um zum Ablegehafen Caleta Gonzalo zu gelangen, muss man durch den Parque Pumalin (“Ort ,wo der Puma wohnt”) fahren. Der Pumalinpark ist das grösste private Naturschutzgebiet der Welt und soll eines der schönsten in ganz Chile sein. Wie schon beim Paso Roballos, stossen wir auch hier auf die Spuren des Amerikaners Douglas Tompkins. Er hat den Park geschaffen.
Als wir am Hafen ankommen, steht schon eine Fahrzeugkolonne dort. Wir schliessen uns hinten an.  “Klio” unsere Fähre der Transportgesellschaft “Austral” läuft ein.

Der Ankunftsort  Hornopirén erweist sich abends um 21.30 Uhr als total überfüllt. Es ist unmöglich einen Parkplatz für uns zu finden. Etwas genervt verlassen wir den Ort, nur weg von dem Gewusel hier. Kurz nach Ortsausgang steht eine Fussballhalle mit grosszügigem Parkplatz. Wie sind wir froh, als man uns erlaubt, über Nacht hier zu parken. Die Hunde müssen nach dieser langen Schifffahrt unbedingt mal ins Freie.

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Wieder wird rückwärts auf die Fähre gefahren, bzw. dieses Mal wenden die ersten Fahrzeuge auf der Fähre selbst. Die Hunde müssen während der 5 stündigen Fahrt im Wohnmobil bleiben. Dem süssen Hund eines jungen Chilenen, der zu Fuss unterwegs ist, gewähren wir Asyl in der leeren Hundebox unseres Autos, sonst hätten die beiden nicht auf die Fähre dürfen. Der junge Mann wusste nicht, dass sein Hund nur in einer Hundebox mit aufs Schiff darf. Die Fahrt dauert leider 1 1/2 Stunden länger. Ein Drahtseil der Rampe ist gerissen. Deswegen verzögert sich die Abfahrt.
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Bei der Ankunft in Hornopirén gestaltet sich das Abladen der Fahrzeuge als äusserst schwierig. Die defekte Rampe kann nicht ordentlich aufgelegt werden, jedes Fahrzeug schlägt mit dem Heck auf dem steilen Betonboden auf. Uns stehen die Haare zu Berg vom zugucken. Unser Womo darf erst als letztes Fahrzeug vom Schiff, man muss die Holzplanken anders als bei den Autos unterlegen, trotzdem verbiegt es die Anhängekupplung! beim Aufschlag.
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Übernachtungsplatz: Soccer Hall Parking

GPS: S 41 57.623’, W 72 29.131’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 222020
 
238_Puerto_Marin_Balmaceda-Chaiten   Silvia möchte unbedingt die Erfahrung machen, einmal durchgehend auf der chilenischen Seite nach Norden zu fahren, statt den Landweg über Argentinien zu nehmen. Das bedeutet, dass wir gewisse Passagen auf Fähren überbrücken müssen.
Bis Santa Lucia kennen wir den Weg. Ein Teil dieses Dorfes wurde vor 2 Jahren, als wir mit Marcel und dem Postauto unterwegs waren, unter einer Schlammlawine begraben. Die Naturkatastrophe stellte das Leben weit herum auf den Kopf. Die Strasse ist jetzt wieder hergestellt, das Ausmass der Katastrophe ist aber noch gut zu sehen.
Unser Weg führt nach Norden, nach Chaitén. Dort muss man die Tickets für die Fähre erwerben. Bis vor wenigen Tagen konnte man den Ort nicht erreichen. Es wurde gestreikt und man hat die Strassen gesperrt. Gestreikt wird bis heute auf der Insel Chiloe. Eine der wichtigsten Fährverbindungen, Chaitén-Quellón, funktioniert nicht mehr. Die Fischer aus Quellón lassen die Fähren nicht einlaufen. Wir finden eine Alternativroute, die nur 5 Stunden dauert (statt der 4 Stunden nach Quellón). Der Ablegehafen ist die 40 km weiter nördlich gelegene Caleta Gonzalo, kein Ort, sondern nur eine Anlegestation für die Fähren durch den Fjord.
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Blick auf den Vulkan Chaitén. Dieser brach ganz überraschend im Mai 2008 aus und begrub den Ort unter einer dicken Ascheschicht. Die Bevölkerung musste evakuiert werden, die Tiere blieben zurück. Bis heute sieht man die Schäden. Vor allem hier im Ostteil der Stadt kann man sich ein gutes Bild von den Resultaten des Ausbruchs machen. Der Wiederaufbau ist im Gange, man kann hier wieder leben. Die Bedeutung Chaiténs ist enorm. Hier landen Fährschiffe, hier ist das Eingangstor zur Carretera Austral und zum Naturpark Pumalin.
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Übernachtungsplatz: Abandoned Prison Chaiten

GPS: S 42 54.758’, W 72 42.221’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 212020
 
237_Puyuhuapi-Puerto_Marin_Balmaceda   Wir bekommen nicht genug von den staubigen Naturstrassen. Auf Empfehlung von Nacho zweigen wir bei La Junta zum 70 km entfernten Hafendorf Raúl Marín Balamceda ab. Den Fluss kurz vor dem Ort überquert man auf der Fähre, wieder muss man rückwärts drauffahren. Balmaceda ist klein und eine einzige Baustelle. Das Dorf  verfügt über eine neue Anlegestelle für die grossen Fähren durch die Fjorde nach Norden über Chaiten bis Puerto Montt, nach Westen zur Insel Chiloe und nach Süden bis Puerto Chacobuco. In dem hiesigen Fjord tummeln sich schwarz-graue Delphine. Einige wenige bekommen wir zu Gesicht. Unser Fazit für diesen Exkurs ist, dass sich die Fahrt hierher nicht lohnt, ausser man bucht auf dem Fjord eine Kanu- oder Bootsfahrt für Delfin- und Walewatching.. Wir machen das nicht.
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Übernachtungsplatz: Am Fijord in Raúl Marin Balmaceda

GPS: S 43 45.982’, W 72 57.142’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 192020
 
236_Rio_Simpson-Puyuhuapi   Die Carretera Austral  ist bis Puerto Cisnes geteert. Nachher wird sie bei trockenem Wetter zu einer sehr staubigen Strecke. Manchmal wird man vom Gegenverkehr so eingenebelt, dass man wie blind ist. Zusammen mit Alfio und Susanna, Angi, Michi und Leon, wandert Silvia im Nationalpark Queulat zum Ventisquero Colgante, dem hängenden Gletscher. Der Weg zu dem Ausflugsziel im Park führt 2 Stunden lang hinauf durch Bambusgehölz, vorbei an Fuchsien, wilden Orchideen, Farnen und den riesigen Nalcablättern. Wie aus dem Nichts steht man plötzlich vor einer fantastischen Kulisse. Die Gletscherzunge zwischen zwei Bergen scheint jeden Moment abzukippen. Jedoch stürzt “nur” ein Schmelzwasserfall in die Tiefe.
Erich wartet derweil mit Rocky und Carmela bei unserem Party- und Übernachtungsplatz hinter einem Felsen am Rande der Carretera Austral und am Ufer des Fjords zu Puyuhuapi.
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Übernachtungsplatz: Viewpoint above the cliffs

GPS: S 44 29.701’, W 72 34.582’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 142020
 
235_Chile_Chico-Rio_Simpson   Mit mehr Glück als Verstand kommen wir morgens um 7.30 Uhr auf die einmal täglich fahrende Fähre nach Puerto Ibañez. Wieder wird diese durch rückwärtsfahren beladen. Die Überfahrt dauert 2 1/2 Stunden über den wunderschön blauen Lago Carrera General. Den Berg Cerro Castillo auf der anderen Seite des Sees sehen wir zum ersten Mal zugeschneit. Die Fahrt auf der asphaltierten Strasse über Coihaique bis zu Nacho vom Camping Las Torres de Simpson wird durch einige Baustellen unterbrochen. Dieser Camping ist einer unserer Favoriten.
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Übernachtungsplatz: Camping “Las Torres del Simpson”

GPS: S 45 25.477, W 72 26.453
Preis: CLP 8’000 pp
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 132020
 
234_Cochrane-Chile_Chico   In Cochrane suchen wir direkt die Gomeria “El Segundo” auf, welche im IOverlander nur gute Bewertungen bekommen hat. Dort wird der defekte Pneu geflickt.
Wir tanken voll und fahren weiter auf der Carretera austral Richtung  Chile Chico. Bis zum Abzweiger beim Nationalpark Patagonia fahren wir dem Rio Nef entlang. An diesem Ort fliessen Rio Nef und Rio Baker zusammen. Die Danach geht die Fahrt dem Rio Baker entlang. Wir sind fasziniert von der Schönheit des mal türkisfarbenen, mal jadegrünen Flusses Baker, Chiles wasserreichster Fluss
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Übernachtungsplatz: by the road before Chile Chico

GPS: S 46 32.621, W 71 45.721
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 122020
 
233_X-906_Welcome_Comuna_Ohiggins-Cochrane   Es stellt sich später heraus, dass es ein weiser Entscheid ist, sehr früh zum 7 km entfernten Fähranleger zu fahren. Die erste Fähre legt erst um 11 Uhr in Rio Bravo ab, wir sind bereits 1 1/2 Stunden vorher dort und sind nicht die Ersten! Hinter uns bildet sich in Kürze eine Schlange. Während wir uns mit den anderen Wartenden unterhalten, hupt unser Suzuki ohne Unterbruch. Die hinter dem Steuerrad sitzende, jetzt verkrampft liegende Carmela hat wieder einen epileptischen Anfall. Wir bleiben ruhig, geben ihr Wasser und fragen uns, was diesmal der Auslöser war.

Längst nicht alle haben auf der kleinen Fähre Platz, die nächste legt erst in 2 Stunden ab.

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Silvia ist mit dem Suzuki zu nahe an die Fährwand gefahren und reisst den vorderen Kotflügel auf. In Puerto Yungay biegt Erich die Sache wieder hin, bis auf ein paar Kratzspuren ist nichts mehr zu sehen. Weiter geht es auf der Carretera zurück Richtung Cochrane. Wir sehen, andere müssen auch den Reifen wechseln.
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Übernachtungsplatz: Gravel Pit bei Cochrane

GPS: S 47 17.094, W 72 35.580
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 112020
 
231_Cochrane-X-906_Welcome_Comuna_Ohiggins-Villa_OHiggins-und_zurück   Heute fahren wir das letzte Teilstück der Carretera Austral. Der minimale Verkehr, der hier herrscht wird von den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Fähre bestimmt. Dazwischen ist man ganz einsam unterwegs, ab und zu trifft man auf Fahrradfahrer. Für sie und Fussgänger gibt es eine Verbindung von El Chaltén (Fitz Roy Massiv) in Argentinien entlang des südlichen Eisfeldes bis nach Villa O’Higgins. Die 130 km lange Strecke soll eine der schönsten Routen Patagoniens sein und man erspart sich den grossen Umweg über die Ruta 40.
Wir fahren durch Villa O’Higgins bis zum Endpunkt der Carretera Austral, ringsherum sieht man die Gletscherzungen in den Bergen. Anschliessend fahren wir den gesamten Weg wieder zurück. Kurz vor “unserem” Parkplatz muss Erich den linken hinteren äusseren Reifen wechseln. Ein spitzes Steinchen ist schuld an dem Platten. Das Reserverad wird montiert. Jetzt dürfen wir uns keinen platten Reifen mehr leisten, bis das defekte Rad repariert ist.
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So komplett einsam ist die Gegend gar nicht wie man auf den ersten Blick meint. Die frei laufenden Kühe gehören zu kleinen Bauernhöfen. O’Higgins wurde 1966 gegründet. Die Chilenen wollten in einer Gegend, in der der Verlauf der Grenze zu Argentinien strittig war, Flagge zeigen. Erst seit die Siedlung Anbindung zur Carretera Austral hat, blüht sie auf. Der Tourismus hat Einzug gehalten und man investiert in Strassen, Wohnungen und Schulen. Wir geben lobend zu, dass die Carretera hier in gutem Zustand ist.
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Das Huemul ist ein Südandenhirsch, der in den Anden von Patagonien daheim ist. Leider gibt es nur noch wenige von seiner Art, darum werden sie geschützt.
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Die Carretera Austral endet 7 km nach dem Ort an einem Arm des Lago O’Higgins. Von hier geht eine kleine Fähre für den Personenverkehr Richtung O’Higgins Gletscher.
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Übernachtungsplatz: Parking Lot  “Welcome Comuna O’Higgins”

GPS: S 47 59.990, W 73 07.796
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 102020
 
231_Cochrane-X-906_Welcome_Comuna_Ohiggins   Wir haben beschlossen die berühmte Carretera Austral bis zu ihrem Ende in Villa O’Higgins zu fahren. Das bedeutet auch, dass wir die Strecke ab hier zwei mal fahren müssen. Die Schotterpiste durch den Süden wurde erst 1994 gebaut. Je südlicher man kommt, desto einsamer wird es. Das Ende der Welt scheint nahe zu sein. Wir fahren an Seen und Urwäldern vorbei, durch dichte Wälder und sogar an kleinen Farmen. Ziegen, Schafe und Kühe sagen sich hier Gute Nacht. Wir beeilen uns, damit wir die 15 Uhr Fähre im 135 km entfernten Puerto Yungay erreichen. Die kleine Fähre braucht etwa 40 Minuten um über den Fjord an die Anlegestelle in Río Bravo zu gelangen. Speziell ist, dass man rückwärts aufs Deck fährt.
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Übernachtungsplatz: Parking Lot “Welcome Comuna O’Higgins”

GPS: S 47 59.990, W 73 07.796
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 092020
 
230_Paso_Roballo-Cochrane   Keine Sekunde bereuen wir es, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben. Die Aussicht noch vor dem argentinischen Grenzposten auf die chilenische Seite  ist bombastisch. Und immer weht ein kräftiger, kalter Wind. In Chile wird die Landschaft seit dem 11.12.2018 durch einen Nationalpark geschützt. Dies ist dem Amerikaner Douglas Tompkins und seiner Frau Kristina zu verdanken, die ihr Land unter dieser Auflage an den chilenischen Staat zurück gegeben haben. Es ist eine sehr interessante und in der chilenischen Politik umstrittene Sache, was dieses Ehepaar zum Schutz der patagonischen Natur alles aufkauft.
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Übernachtungsplatz: Lost Towel Point (Lago Esmeralda)

GPS: S 47 18.689, W 72 35.752
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 082020
 
229_Lago_Posadas-Paso_Roballo   Die Strasse 39 bis Lago Posadas hat uns nicht umgehauen; wir haben uns mehr von der Landschaft versprochen. Wobei die Gegend für ihre Schönheit sehr gerühmt wird. Es kann ja nur besser werden. Und so ist es auch. Von Lago Posadas Richtung Paso Roballos windet sich die Strasse durch ein farbiges und abwechslungsreiches Tal. Den ersten Vorgeschmack davon bekommen wir, als Silvia zum Steinbogen, dem Wahrzeichen des Ortes, am anderen Seeufer fährt. Der Wind bläst hier tatsächlich sehr kräftig, und die Landschaft ist fantastisch. Leider fängt es an zu regnen und die Bergketten verschwinden im Nebel. Gegen den späteren Nachmittag klärt es wieder auf. 4 km vor dem argentinischen Grenzposten am Paso Roballos finden wir ein einigermassen windgeschütztes Fleckchen, wo wir für die Nacht stehen bleiben.
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Übernachtungsplatz: Next to Border Paso Roballos

GPS: S 47 09.657, W 71 50.138
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 072020
 
228_Gobernador_Gregores-Lago_Posadas   In Bajo Caracoles, einem Nest mit Tankstelle, Hostels und Kiosken, lassen wir uns vom Tankwart beraten. Es geht darum, welche von den Strassen 39 oder 41 (führen beide zum Paso Roballas) die Bessere zum Befahren ist und ausserdem, welche von beiden die landschaftlich schönere Route ist. Nicht wie in den letzten beiden Jahren überqueren wir die Grenze zu Chile vor Chile Chico am grossen Lago General Carrera, sondern diesmal weiter südlich beim Paso Roballo. Diese Strecke, haben wir uns von anderen Reisenden sagen lassen, besticht durch seine landschaftlich einmalig schönen Bilder. Der Tankwart sagt, die beiden Strassen seien qualitativ gleich (schlecht). Er empfiehlt uns jedoch die landschaftlich reizvollere Ruta 39 zu nehmen. So begeben wir uns also vom Asphalt auf die mit groben Steinen bedeckte 39. Mit einer Geschwindigkeit von 15 – 20 km/h schont Erich das Wohnmobil bestmöglichst. Und so dauert es auch einige Stunden bis wir den Ort Lago Posadas erreichen. Dort wird noch einmal getankt, danach fahren wir zu einem durch die westliche Gebirgskette windgeschützten Platz am See. Mit den Hunden sollte man beim Spazieren nicht vom Weg abkommen. Die gemeinen Pflanzen im Gelände kleben und verwickeln sich im langhaarigen Fell von Rocky. Genauso die Stecknadel grossen dornigen Sternchen, die man manchmal nur aus den Haaren herausschneiden kann. Überhaupt flüchtet Rocky mittlerweile, wenn Silvia sich an seinem Fell zu schaffen macht.
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Übernachtungsplatz: Sheltered Beach Camp

GPS: S 47 30.659, W 71 52.328
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 052020
 
227_Ruta_40-Gobernador_Gregores   Das Wetter hält sich glücklicherweise und es kann weiter gehen auf der staubigen Ruta 40. Wir haben uns an das Auftreten der Guanakos gewöhnt. Meist steht irgendwo ganz alleine eines am Strassenrand, dann ist Vorsicht angesagt. Es will bestimmt zu seiner Herde auf der anderen Strassenseite. Man spürt förmlich wie es zögert, sich dann aber zur Querung entscheidet, wenn man kurz vor ihm erscheint. Am Lago Cardiel hat man die Hälfte der Kiesstrasse hinter sich.
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Am Montagmorgen fährt Silvia mit den Hunden zum Tierarzt M. Kaschewski der Agroveterinaria “El Bagual” in 9311 Gobernador Gregores , Av. San Martin 928. Innert 5 Minuten ist sie dort. Wir brauchen die Gesundheitszertifikate um nach Chile einreisen zu können. Der Tierarzt nimmt es sehr genau. Das machen längst nicht alle Tierärzte in Argentinien wenn es um die Papiere für den Grenzübertritt geht. Einige wollen die Hunde gar nicht sehen. Der Tierarzt besteht sogar darauf, dass die Hunde äusserlich gegen Zecken behandelt werden und die Entwurmungstabletten vor Ort einnehmen. Silvia macht ihn auf die epileptischen Anfälle von Carmela aufmerksam, deren Auslöser vermutlich die Wirkstoffe der letzten Entwurmung Anfang November waren. Herr Kaschewski besteht auf der Einnahme (Gesetz von Chile), nimmt dafür andere Wirkstoffe. Er ist überzeugt, dass wenn die Entwurmungstabletten schuld wären, so ein Anfall kurz nach der Einnahme käme. Er denkt eher, dass die Hitze an jenem Novembertag der Auslöser war. Silvia ist ganz mulmig zu Mute. Mit einem unguten Gefühl verlässt sie die Praxis und macht sich sofort zum Büro der nahe gelegenen Senasa auf. Diese Behörde erstellt mit Hilfe des Gesundheitszertifikates des Tierarztes ein offiziell beglaubigtes Dokument aus. Dieses berechtigt für die einmalige Ein- und Ausreise. Einreise innert 10 Tagen, späteste Ausreise am 60.Tag, sonst muss man wieder neue Papiere machen lassen.

Übernachtungsplatz: “Centro de Motorhome”

GPS: S 48 01.148, W 70 15.255
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Jan 042020
 
226_Punta_Bandera-Ruta_40   Silvester feiern wir in Punta Bandera, alleine, wenn man die grasenden Pferde auf der gegenüberliegenden Weide nicht dazu zählt. Im kleinen Hafenort bleibt es fast bis 22.30 Uhr hell. Es ist mucksmäuschenstill wie die ganze Zeit vorher auch. Am 2. Januar fährt Silvia doch noch die 46 km zum Perito Moreno Gletscher. Sie ist zu neugierig, wie die eislose Passage aussieht.
Erst am 4.1.20, es ist wieder schönes Wetter, brechen wir unsere Zelte ab und fahren Richtung G. Gregores. Die Strasse führt an den intensiv blauen Seen Argentino und Viedma vorbei. Kurz nach Tres Lagos ist die Strasse nicht mehr asphaltiert. Diese Erdstrasse sollte nicht bei Regen befahren werden, dann wird die Strecke so schlammig, dass man stecken bleiben könnte. Diese Erfahrung haben wir Greenhorns im Jahr 2015 gemacht, und es war damals eine sehr abenteuerliche Fahrt, nicht zur Wiederholung empfohlen. Der patagonische Wind unterwegs bläst praktisch ununterbrochen heftig. Sogar die Hunde haben gar keine Lust, ihre Nasen gegen diesen Sturm zu halten.
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Übernachtungsplatz: Sand Pit Ruta 40

GPS: S 49 11.431, W 71 20.428
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
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