Dec 312019
 
Das von Silvia gelöste Nationalpark Eintrittsticket ist zwei Tage gültig. Erich benutzt es heute um unseren Gletscherfavorit “Perito Moreno” zu besuchen. Noch nie haben wir die Durchgangspassage vom oberen in den unteren See eisfrei gesehen. Heute lesen wir in den lokalen Nachrichten, dass am letzten Samstag, 28.12.2019, um 20.15 Uhr die immer wieder vom Gletscher zugewachsene und unter grossem Druck stehende Passage mit grossem Radau gebrochen ist. Zu dieser Zeit ist der Park eigentlich schon seit 15 Minuten geschlossen. Glück hatten also die frechen Touristen, die sich zu jenem Zeitpunkt am Ort des Durchbruches befanden und das seltene Ereignis mitverfolgen konnten. Wir sehen zum ersten Mal von all unseren bisherigen Besuchen die Passage eisfrei, es besteht eine direkte Wasserverbindung zwischen den beiden Seen.. Ein Novum für uns! Diese Durchbrüche geschehen etwa alle zwei Jahre und meistens am Endes des Sommers, also im März. Dieser Durchbruch kam diesmal überraschend früh.
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“Todo Los Glaciares” Tour

 Posted by at 16:22  Reisen
Dec 302019
 
Silvia kauft am vorhergehenden Tag ein Last Minute Ticket für die Tour zu den Gletschern Upsala und Spegazzini. Um 8.15 Uhr muss sie sich am Hafen einfinden, dort muss sie zusätzlich den Nationalpark Eintritt lösen. Es werden mehrere Katamarane eingesetzt, denn die Schiffstouren sind in der Ferienzeit ausgebucht. An Eisbergen vorbei, die der lange Upsala Gletscher kalbert, fährt man bis 3 km an den Gletscher heran. Näher darf man aus Sicherheitsgründen nicht.
Nachher biegt der Kapitän in den Kanal des hohen Spegazzini Gletschers ein. Der Gletscher Hain, nach einem Deutschschweizer benannt, wird passiert. Man macht einen zweistündigen Halt an Land im neu gebauten Restaurant Spegazzini und Souvenierladen  gegenüber des Gletschers. Sieben Stunden Tour sind schnell vorbei, denn nach der Mittagspause geht es wieder zurück nach Puerto Banderas, vorbei an den enormen Eisblöcken des Upsala Gletschers und durch die engste Schiffspassage, von nur 500m, im Lago Argentino.
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Dec 282019
 
225_Comandante_Piedra_Buena-Punta_Bandera   Wir fahren durch El Calafate bis zu “unserem” bekannten und angenehmen Parkplatz beim Hafen von Punta Banderas. Von hier aus starten die Schiffstouren zum Upsala- und Spegazzinigletscher. Ausserdem ist hier für uns ein idealer Ausgangspunkt, weil nicht zum Nationalpark “Los Glaciares” dazugehörend (Hunde erlaubt), um den einzigartigen Perito Moreno Gletscher zu besuchen. Hier treffen wir auch “Berteli”, das rote Wohnmobil von Michi, Angi und Sohn Leon wieder. Das letzte Mal gab es ein Wiedersehen vor drei Monaten im “Hasta la Pasta”, PY. Sie werden begleitet von Ben und Patricia mit Hund Monsieur. Diese Drei haben wir in Antofagasta, CL vor etwa knapp einem Jahr getroffen mit ihrem Womo.
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_1010077   “Solo Patagonia” ist das Haupt Schifffahrtsunternehmen, das die Touren zu den Gletschern Upsala und Spegazzini durchführt. Tickets sind in El Calafate erhältlich.
Die Tour ist in der Sommerferienzeit jeden Tag ausgebucht. Die Gesellschaft setzt sogar zusätzliche Katamarane ein. Morgens um 8 Uhr füllt sich der grosse Parkplatz mit Bussen aller Art und vielen Privatautos.   __SM2541
__SM2540   Am Nachmittag des 30.12.2019 gesellen sich Peter und Gaby in ihrem Pegasus zu uns. Die beiden haben wir im Paraiso Suizo UY vor 1 1/4 Jahr kennen gelernt.

Übernachtungsplatz: Puerto Punta Banderas

GPS: S 50 18.657, W 72 47.393
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 272019
 
224_Puerto_Deseado-Comandante_Piedra_Buena   Das nächste Ziel ist der Glaciar Perito Moreno. Wir überlegen uns, ob wir den kürzeren Weg auf Schotterpiste oder den längeren auf Teerstrasse nehmen sollen. Wir entscheiden uns für die bessere Strasse.
__SM2257   Als wir die letzten beide Male hier waren sind wir an einer Parallel Strasse zur “Autobahn* gestanden. Diese Strasse wurde zum Spiel- und Erholungsplatz umfunktioniert und ist für den Verkehr gesperrt. Wir machen uns auf die Suche nach einem neuen Platz und entdecken unweit davon ein ruhiges Plätzchen am Fluss Santa Cruz. Silvia fährt noch ins Zentrum, um im Supermarkt La Anonima einzukaufen.

Übernachtungsplatz: At the River (Rio Santa Cruz)

GPS: S 49 59.870’ W 68 55.802’Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 262019
 
Die Pinguin Insel befindet sich 25 km südöstlich von Puerto Deseado. Man fährt morgens um 8 Uhr mit dem Boot ab, denn nachmittags kommen starke Winde auf und die Reise würde sehr ungemütlich. Nach etwa 1 Stunde Fahrt erreicht man die fantastische Insel. Sie steht unter Naturschutz und es dürfen nur 2 Expeditionsfirmen die Insel anfahren. Auf der wilden und felsigen Seite lebt eine Kolonie Rockhopper Pinguine (Penacho amarillo) . Die schwarz weiss gestreiften Magellan Pinguine leben auf der flacheren Seite. Die Jungen beider Gattungen sind bereits geschlüpft. Wir kommen den Tieren sehr nahe, ohne diese zu stören.

Auf dem Weg zu den ausnahmslos männlichen Seelöwen an der Küste werden wir von den Escúas, den mächtigen Vogelwächtern der Insel aus der Luft attackiert. Sie schützen ihre Jungen vor den ungebetenen Gästen indem sie einen Direktangriff auf uns starten. Zum Schutz vor ihnen streckt man die Arme in die Luft, so weichen sie aus.

Um 1900 wurden die Seelöwen auf der Insel abgeschlachtet, Das Fett war Gold wert. Die Angst vor den Menschen sitzt den Seelöwen auf dieser Insel auch Generationen später noch im Nacken. Beim verlassenen Leuchtturm findet man die Überreste der ehemaligen Fettgewinnungsanlage. An der Küste leben alte und junge Seelöwen zusammen, manche sind verletzt von den Fischernetzen. Ab und zu gesellt sich ein heller Seeelefant dazu. Der Ausflug ist einmalig schön auch dank des kompetenten Guides Roxana. Nach 6 Stunden sind wir wieder zurück in Puerto Deseado. 

(Tour gemacht mit “Darwin Expediciones”, Puerto Deseado. Guide: die einzigartige Roxana, spricht englisch)

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Dec 242019
 
223_Rada_Tilly-Puerto_Deseado   Wir fahren heute in der Pampa von Rada Tilly nach Puerto Deseado. Von der RN3 biegen wir nach Fitz Roy auf die RP281 ab. Die Strecke hat nicht viel zu bieten, ausser dem stärker werdenden patagonischen Wind.
Unterwegs, kurz nach Caleta Oliva, gibt es eine grosse Kolonie Seelöwen. Nadja und Lorenz erklären uns die Unterschiede zum Seeelefanten: Seelöwen sind leichter, haben sehr grosse Armflossen mit denen sie schwimmen und kleine Schwanzflossen mit denen sie die Richtung steuern. Sie können sich auf allen Vieren fortbewegen während der Seeelefant robbt, grosse Schwanzflossen zum schwimmen hat und mit den kurzen Armflossen lenkt.   __SM2190
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__SM2197   Unterwegs auf der Ruta 281 nach Puerto Deseado.
__SM2202   Der Rio Deseado führt schon lange kein Wasser mehr. Das Flussbecken ist mit Meerwasser gefüllt, darum ist es eine Ría Deseado.
Der Wasserpegel steigt mit der Flut enorm an.
Bei Ebbe werden die Felsen wieder sichtbar.   __SM2210
__SM2212   Die Tage sind sehr lange hell, “temporada larga” sagen die Argentinier, dauert vom 21.12. bis zum 21.3..Sonnenuntergang über der Ria am 24.12. ist erst um 21.17 Uhr.

Heilig Abend im Sommer ist sehr ungewöhnlich für uns. Wir verbringen ihn zusammen mit Nadja und Lorenz. Es gibt ein sehr zartes Rindsfilet, gegrillt auf dem Cobb Grill, dazu natürlich einen argentinischen Rotwein. Und für Erich, na was wohl? Genau, Gin Tonic. Es war ein sehr schöner Abend.

Übernachtungsplatz: Auf den Klippen der Ría Deseado

GPS: S 47 45.004’, W 65 56.127’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 232019
 
222_Camarones-Rada_Tilly   Von Camarones kommend erreichen wir nach 72km auf der RP30 wieder die RN3 auf der wir weiter südwärts fahren.
Die Batterie vom Suzuki muss dringend ersetzt werden. Der Booster kam in den letzten Tagen fast täglich zum Einsatz. Die neue Batterie kaufen wir im Walmart in Comodore Rivadavia, dort wird sie auch eingebaut. (Auf dem Foto sieht man Erich beim Suzuki ganz weit hinten rechts. Ich musste das Womo bewachen, darum stehe ich so weit weg um das Foto zu machen.)   __EM2178
__SM2121   Die Küste von Rada Tilly. Ganz rechts oben erkannt man die Silhouette von C. Rivadavia.
__SM2123   Diese Tafel scheint neu zu sein, Womo’s und Busse dürfen hier nicht mehr parkieren. Darum stellen wir uns ganz ans Ende der Promenade, dort gibt es keine Verbotstafel. Wir versichern uns bei den Nachbarn, dass sie kein Problem damit haben, wenn wir ihnen für wenige Stunden die Sicht versperren.

Übernachtungsplatz: Promenade in Rada Tilly

GPS: S 45 56.651’ W 67 33.367’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 212019
 
221_Playa_Isla_Escondida-Camarones   So schnell wie möglich bringen wir die Schotterpiste der RP1 hinter uns und biegen in die RP75 ein. Nach 30km erreichen wir die RN3. Bei der Ea El Conuto biegen wir auf die RP30 ein, welche uns nach Camarones führt.
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__EM2157   Die Küste bei Camarones ist wunderschön und lädt zum verweilen ein. Die Sonnenuntergänge die wir erleben sind atemberaubend.

Übernachtungsplatz: Playa Silvia Rocky Carmela

GPS: S 44 51.992’ W 65 42.953’ 
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 192019
 
220_Playa_Casino-Playa_Isla_Escondida   Unser heutiges Ziel ist die Playa Isla Escondida, welche wir über die RN3, RP30 und die RP1 erreichen. An diesem Ort lebt eine kleine Kolonie Seeelefanten. Zur Zeit sind Jungtiere da.
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__SM2095   Die Seeelefanten stören sich nicht an den Besuchern, denn bis jetzt verhalten sich diese rücksichtsvoll. Hoffentlich bleibt das auch so, dann können sich noch Viele an dieser Fauna erfreuen.
Erich hat gerade die Nase gestrichen voll von den überall herumliegenden Scherben. Es ist eine fürchterliche Unart der Argentinier, allen Abfall liegen zu lassen. Erich holt sich Müllsäcke und räumt vor der Haustüre auf. Selbstverständlich nehmen wir die gefüllten Müllsäcke über 100 km im Auto mit, um sie in einem Container zu entsorgen. Sogar die abgelegensten Plätze sind achtlos mit Müll verschmutzt. Das schlimmste daran sind die vielen Scherben der Bier- oder Weinflaschen. Es scheint ein Muss zu sein, dass jede Flasche kaputt gemacht wird. Eine Katastrophe für die Tiere. Man muss extrem aufpassen wo man herum läuft.   __SM2088

Übernachtungsplatz: Playa I. Escondida

GPS: S 43 40.541’, W 65 20.506’

Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 172019
 
219_Dique_Florentino_Ameghiino-Playa_Casino   Es geht zurück auf die RN 25 bis nach Trelew. In Trelew geht Silvia einkaufen, während Erich an der YPF Tankstelle wartet und dank Wifi  die offline erfassten Blogeinträge online stellt. Nachher geht es etwa 80 km nordwärts in die Walregion Puerto Madryn. Die Hauptwalsaison vorbei. Es könnte aber sein, dass man den einen oder andern “Ballena franca austral” (Buckelwale) sieht.
Ein Teil des Campingplatzes vom Vorabend befindet sich direkt unter der Staumauer. Man will sich gar nicht vorstellen, was wäre wenn…   __SM2069
__SM2082   Als grosse tierreiche Region ist Puerto Madryn am Golfo Nuevo der Península Valdés (Nationalpark) vorgelagert. Der Strand entlang der Küstenstrasse bis zum Nationalpark steht unter Naturschutz.
Lorenz sucht uns schon mit seinem VW Bus. Nadja und er (die beiden haben wir das erste Mal in PY im Hasta la Pasta getroffen, später noch einmal in Salta, AR) haben eine kleine und ruhige Stelle oberhalb des Strandes gefunden. Dorthin fährt er uns jetzt vor. Mit den beiden verbringen wir dort zwei lustige und abwechlungsreiche Tage. Es gibt viel zu erzählen.

Übernachtungsplatz: Playa Casino

GPS: S 42 36.677’, W 64 50.470’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Jein, die Gegend steht wegen den Walen unter Naturschutz. Am gesamten Strand bis und mit Península Valdés sind Hunde NICHT erlaubt. Als wir hier waren, war kein Ranger in der Gegend.

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Dec 162019
 
218_Bushcamp_Ruta_12-Dique_Florentino_Ameghiino   80 km Ripio gilt es noch zu fahren bis wir auf die asphaltierte RN 25 stossen. Dort fühlt es sich an, als ob wir auf einem Teppich fahren. Dementsprechend geben wir Stoff. Das Glücksgefühl über den “guten” Strassenzustand legt sich ziemlich schnell. Der Belag ist in sehr schlechtem Zustand, gespickt mit Schlaglöchern. Eine 30 km lange Baustelle zwingt uns das Tempo auf 20 km/h zu drosseln.
Unterwegs geben wir einem hungrigen und vermutlich auch krankem Windhund Futter, ein Tropfen auf den heissen Stein. Es zerreisst einem fast das Herz, denn die Umgebung ist durchsetzt mit landwirtschaftlichen Betrieben (Schafzucht) und gut genährten Hofhunden.   __SM2051
__SM2053   Umleitung
Endlich treffen wir wieder auf eine geteerte Strasse. Keine Staubfahnen mehr, wenn Gegenverkehr kommt. Wir fahren jetzt auf der RN 25 nach Osten Richtung Trelew, bis dorthin sind es 200 km.   P1010158
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P1010168   Unterwegs: 30 km Baustelle, immer parallel zur neuen Strasse RN 25.
Bis Trelew (Tre=Dorf, Lew=Name des Stadtgründers Lewis) wollen wir heute nicht mehr fahren Es erscheint uns reizvoller auf einem Campingplatz unterhalb eines Stausees zu übernachten, als auf der riesigen YPF Tankstelle ausserhalb Trelews an der RN 3 zu stehen mit all dem Staub und Lärm.   __SM2073
__SM2071   Auf der Ruta Provincial 31 fahren wir über den Staudamm nach Villa Dique F. Ameghino.

Fahrt über den Staudamm durch die Felswände.

In Argentinien wird fleissig einem Wunschdenken nachgegeben und auf Strassentafeln daraufhin gewiesen, dass die Malvinas (Falklandinseln) argentinisch seien. Auf diesem Felsen bei der Staumauer ist der Malvinas-Traum, diesmal wenigstens für einmal kreativ und deswegen ohne Worte,  in einem Kunstwerk festgehalten.   __SM2076
__SM2074   Blick vom Staudamm ins Dorf, das zum Grossteil (Waldgebiete), beidseitig des Rio Chubut nur aus dem Camping Municipal besteht. Die Energie Firma Petro Chubut bewirtschaftet hier die Gegend.

Übernachtungsplatz: Camping Municipal Dique F. Ameghino

GPS: S 43 41.846’, W 66 28.381’
Preis: heute gratis, sonst 100 ARS pp + 100 ARS MH
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 152019
 
217_Piedra_Parada-Bushcamp_Ruta_12   Wir bleiben heute auf der Ripiostrasse 12. Mögliche Übernachtungsplätze sind unterwegs rar, da links und rechts der Strasse  eingezäuntes Privatgelände ist.
Die friedliche Gegend um den Piedra Prada liegt hinter uns. Die Fahrt entlang dem Rio Chubut ist ab jetzt für lange Zeit eher eintönig. Als sich die Formen und Farben der Bergkette verändern, sind wir wieder ganz aufmerksam.   __SM1997
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__SM2042   Nach 130 km oder 6 Stunden Fahrt finden wir einen offenen Platz, der sich zum übernachten eignet. Der Eigentümer des Geländes guckt schnell vorbei, wer da gekommen ist. Er erlaubt uns, hier zu übernachten, man solle bitte kein Feuer machen wegen dem Wind und der Trockenheit. Alles klar und muchas gracias. Die Nähe des Flusses nützen wir rege, damit Rocky und Carmela mal wieder so richtig herum rennen und die aufgestaute Energie ablassen können.
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Übernachtungsplatz: Riverside behind trees

GPS: S 43 17.291’, W 69 07.333’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 122019
 
216_Giuliana-Piedra_Parada   Bis zum Wahrzeichen des Kletterparadieses “Piedra Parada” am Rio Chubut sind es 45 km.
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Der Piedra Parada ist das standhafte Überbleibsel eines Vulkanausbruches. Auf dem Wahrzeichen der Gegend darf nicht geklettert werden. Die zahlreichen Kletterer üben sich an den geraden Wänden der Felsen im gegenüberliegenden Canyon.
Wir finden mit dem Wohnmobil ein nettes Plätzchen am Fluss, eingebettet zwischen Piedra Parada und, auf der anderen Seite des Flusses, von den Steilwänden der Kletterschlucht. Mit Hunden darf man nicht in die Schlucht, also macht sich Silvia alleine auf den Weg in den Canyon.
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Um unser Wohnmobil herum weiden Pferde, die auch mal den Rio Chubut durchqueren.
Wir ahnen es schon, denn die Hinterlassenschaften auf dem Boden deuten darauf hin, auch Kühen gefällt es hier. Die wilden Hasen machen das Spazieren mit den Hunden spannend. Sehr schön, wie hier alle Lebensraum finden. Ziemlich auffällig ist, wie sauber der wilde Campingplatz ist, trotz der hohen Dichte an Campern mit Zelt. Wäre es doch nur immer so, das hier ist wirklich eine Ausnahme.
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_1000911   Rocky liebt es im Fluss zu sein. Er säuft heute wie ein Fass ohne Boden. Ein grobes Gras mit Wiederhaken ist ihm im Hals stecken geblieben, er hat Schluckbeschwerden. Wir geben ihm dicken Kartoffelbrei zu fressen, damit er das störende Ding los wird. Geholfen hat es nichts.  Das Problem löst sich am anderen Tag von selbst, zum Glück.

Übernachtungsplatz: Scruffy’s River Camp

GPS: S 42 39.349’, W 70 06.168’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 112019
 
215_Los_Baqueanos-Giuliana   Die Strasse 40 bleibt uns erhalten bis kurz vor Esquel. Dort biegen wir auf die Naturstrasse 12 ab, Richtung Kletterparadies “ Piedra Parada”.
Am Morgen verlassen wir den Camping im Nationalpark Nahuel Huapi. Entlang der Bergstrasse gesellen sich  zum leuchtend gelben Ginster nun auch violette und pinke Lupinen. Die Blumen zieren den Strassenrand fast bis nach El Bolsón.    __SM1869
_1000864   Als die  Bergwände verschwinden und sich das Landschaftsbild in eine endlose Steppe wandelt, bekommen wir den immer blasenden, gefürchteten, unberechenbar heftigen, manchmal sturmartigen, patagonischen Wind auf der RN 40 Richtung Esquel zu spüren. Nur ungern halten wir uns hier im Freien auf.
Erst als wir nach Osten in Richtung Tal des Rio Chubut abbiegen, beruhigt sich der Wind spürbar. So lässt es sich auch draussen aushalten bzw. spazieren.
Im kleinen und ruhigen Ort Gualjaina füllen wir die Tanks auf und übernachten dort auch direkt an der Tankstelle.
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Übernachtungsplatz: Tankstelle Petro Chubut Gualjaina

GPS: S 42 43.348’, W 70 32.263’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 102019
 
214_ACA_Villa_Traful-Los_Baqueanos   Auf der RN 40 fahren wir bis Dina Huapi, einem Ort kurz vor Bariloche. An der Tankstelle Axion machen wir Halt. Sie ist relativ gross und sehr gut gelegen. Wir schätzen es, endlich wieder einmal Handynetz zu haben, denn wir wollen uns noch mit Darko austauschen wegen Carmela. Gegenüber der Tankstelle gibt es einen Supermarkt, dort füllen wir unsere Vorräte auf. Als alles erledigt ist, fahren wir an Bariloche vorbei nach Süden. Üppig blüht der gelbe Ginster kilometerweit links und rechts des Strassenrandes. Wir sind schon öfter auf dieser Strecke gefahren, aber diese Blumenpracht haben wir noch nie gesehen.
San Carlos de Bariloche liegt am Südufer des Lago Nahuel Huapi. Seinen alpenländischen Charakter verdankt der grosse Ort einem ehemaligen Nationalparkpräsidenten , der das nordpatagonische Seengebiet in eine Argentinische Schweiz verwandelt sehen wollte.  Jedoch machten das allzuschnelle Wachstum und der Zuzug Ortsfremder, die auf schnellen Gewinn aus waren, den Plan des einheitlichen Stadtbildes zu Nichte. Die zahlreichen Touristen zieht es in die umliegenden Berge und Seen,  Hunde sind auf den Wanderwegen verboten. Denn wir befinden uns im ältesten Nationalpark Argentiniens, dem Parque Nacional Nahuel Huapi. Unser ausgewählter Campingplatz mit Strand und Pferden liegt zwar auch im Nationalpark, wird jedoch privat bewirtschaftet und man erlaubt dort Hunde.   P1010145
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Übernachtungsplatz: Los Baqueanos: Camping, Playa, Calbagates (Pferdeausritt)

GPS: S 41 14.692’, W 71 27.193’
Preis: AR$ 600 pp
Strom: im hinteren Bereich
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 082019
 
213_Zapala-ACA_Villa_Traful   Die RN 40 führt nun in die “Schweiz Argentiniens”, in die Andenlandschaft um Bariloche. Den Vulkan Lanin, an der chilenischen Grenze, sieht man immer wieder mal in der Ferne. Dabei ist er so weit gar nicht entfernt.
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Wir versuchen einen Stelllatz am langen Stausee Piedra del Aguila zu ergattern. Pech  gehabt, jedes noch so kleine und enge Plätzchen ist besetzt. Kein Wunder, es ist Sonntag und die Argentinier lieben es, die Freizeit draussen zu verbringen. Am letzten möglichen Platz, der ehemaligen Tankstelle, jetzt im Umbau, finden wir etwas. Bis am Abend haben sich die letzten Tagesausflügler verzogen und wir haben für die nächsten beiden Tage die Umgebung für uns, inklusive Strandzugang zum  kalten Fluss Limay.   P1010113
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P1010125   Carmela hatte bis jetzt keinen epileptischen Anfall mehr. Jedoch spürt sie die Nachwirkungen um so mehr. Wahrscheinlich sind die Cortison Tabletten verantwortlich für ihren unbändigen Durst und damit auch für die Sturzbäche an Pissi. Der Müdiglkeit folgen Stunden der Überdrehtheit, Energie ohne Ende. Gut darf sie sich an diesem Strand austoben.

Übernachtungsplatz: Confluence near Limay River

GPS: S 40 43.408’, W 71 05.612’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 072019
 
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Die Strasse ist schon längstens wieder asphaltiert, und es erwartet uns auf der RN 40 auch keine weitere Schotterpiste. Die Gegend ist weiterhin durch vulkanisches Gestein geprägt.   __SM1819
__SM1821   In Chos Malal müssen wir unbedingt auftanken. Man steht Schlange bis um die Häuserecke herum an der einzigen YPF Tankstelle im Ort. Die Wartezeit verlängert sich um fast eine Stunde als ein Tanklastwagen kommt, um die Depots aufzufüllen. Wir nehmen es gelassen, wie die anderen Wartenden auch. Es ist ziemlich warm, Silvia lässt die Klimaanlage im Auto wegen der Hunde laufen. Sie bekommen zu trinken, dann schlafen sie wieder. Plötzlich ertönt ein wildes Rumoren aus der Hundebox. Ist es Carmela verleidet, hat sie einen Tobsuchtsanfall? Es ist viel schlimmer, Carmela hat einen epileptischen Anfall. Sie liegt auf der rechten Seite, die Beine zappeln, der Körper total verkrampft, die Augen verdreht, Schaum vor dem Maul, dieses aber offen. Silvia zieht sie ins Freie, dort erholt sie sich langsam. 50 Sekunden war Carmela bewusstlos, 50 Sekunden in denen wir dachten, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen, 50 Sekunden die einem wie eine Ewigkeit vorkommen, 50 Sekunden voller Angst, weil wir auf so etwas nicht vorbereitet sind. Nachher ist Carmela total orientierungslos und nicht ansprechbar, normal nach so einem Anfall lesen wir später. Nach einer Weile kommt Leben in das Hündlein zurück und sie hat einen riesigen Durst. Sie säuft, sucht die Nähe von uns und Rocky. Also tun wir sie zu Rocky auf die Rückbank, wo sie erst mal völlig erschöpft einschläft. Wir beschliessen abzuwarten, vielleicht war dieser Anfall einmalig, im Augenblick können wir sowieso nichts machen, ausser einen ruhigen Platz zu suchen, wo wir für den Rest des Tages bleiben können.
30 km vor dem Ort Las Lajas finden wir den ruhigen Platz. Hier haben wir schon einmal vor 18 Monaten übernachtet. Man kann dort auch gut mit den Hunden spazieren gehen. Um 17 Uhr, nach fast 5 Stunden,  hat Carmela den zweiten Anfall, wieder 50 Sekunden lang. Man glaubt, sie müsse ersticken. Schrecklich. Alles spielt sich wie beim ersten Mal ab. Wir entscheiden, dass Silvia mit ihr in den Ort zum Tierarzt fährt, Erich soll an der Tankstelle im gleichen Ort mit dem Womo auf sie warten.
Der Tierarzt sollte um 18 Uhr öffnen, sagen die Polizisten von der Praxis gegenüberliegenden Polizeistation. Als nach 15 Minuten immer noch niemand da ist (was hier nicht ungewöhnlich ist), ruft Silvia beim Tierarzt an. Er nimmt nicht ab, auch eine Passantin versucht es ohne Erfolg. Sie empfiehlt Silvia in die nächst grössere Stadt zu fahren, nach Zapala, eine Stunde Fahrtweg. Dort habe es mehrere Tierärzte, die auch samstags geöffnet haben. Wieder macht Silvia mit Erich einen Treffpunkt in Zapala ab. Carmela hält sich gut, sie schläft tief und fest auf der Fahrt. In Zapala steuert Silvia verschiedene Tierarztpraxen an, alle haben geschlossen, es ist mittlerweile fast 20 Uhr ( In Argentinien haben die Tierärzte und Läden meist bis 21 Uhr geöffnet). Es ist zum verzweifeln, einen Notarzt gibt es nicht. Ein Tankstellenangestellter telefoniert überall ohne Glück herum. Vielleicht sei überall zu, weil morgen Feiertag ist.
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P1080047   In unserer Not rufen wir Silvia K. vom Paraiso Suizo in Uruguay an. Sie telefoniert sofort mit ihrem Tierarzt. Vielen, vielen Dank Silvia! Pancho gibt ihr drei Medikamente gegen Epilepsie an, eines davon sollte ich in der Apotheke erhalten.  Er fragt aber auch, ob ein Infekt oder Fieber vorliegt, ob sie plötzlichem Stress ausgeliefert war. Schleunigst fahre ich, Silvia,  zur nächsten Apotheke, ohne Rezept bekommt ich die Medis nicht, ich solle doch zum Tierarzt gehen. Was für ein Drama. Wir können nur hoffen, dass Carmela keinen Epianfall mehr bekommt. Ich gebe ihr vorsorglich Cortison, falls doch eine Entzündung der Auslöser sein sollte. Es kann nur besser werden damit.
Am nächsten Morgen um 8 Uhr kommt der dritte Anfall. Wir haben recherchiert und wissen, dass wir in so einem Fall die Nerven behalten sollten und auch nicht einwirken sollten während dem Anfall. Jetzt rufen wir unseren Tierarzt Darko in der Schweiz an. Es ist Sonntag, Sonntagmorgen bei uns, 4 Stunden später in der Schweiz. Darko ist sofort ganz sachlich bei der Sache, stellt die richtigen Fragen, bekommt Antworten und kombiniert, dass die Inhaltsstoffe der Entwurmungskur aus Paraguay (gegeben wegen dem Gesundheitszeugnis für den Grenzünertritt nach AR) vor  4 Wochen Schuld haben könnten. Gleichzeitig beruhigt er uns, dass die Anfälle nach 3-4 Tagen wieder aufhören sollten. Cortison können wir weiter geben, um eine allfällige Entzündung zu hemmen, wir schaden Carmela damit nicht. Ausserdem informiert er uns, dass die Epimedis erst nach 10 Tagen wirken würden. Ich müsse sie nicht unbedingt kaufen.
Darko hat uns beruhigt. Ganz lieben Dank. Tatsächlich erfolgt kein weiterer Anfall. Jedoch schläft unser Mädchen fast 24 Stunden durch und ist danach etwas verwirrt, von dem Bärenhunger ganz zu schweigen. Wir machen mit Darko aus,  ihm in 3 Tagen Feedback zu geben.
   

Übernachtungsplatz: Aca YPF Zapala

GPS: S 38 53.383’, W 70 02.330’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja, beim Parkplatz der Tankstelleneinfahrt
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 062019
 
211_7km_after_Laguna_Nina_E-Butaco   Es geht zurück auf die RN 40. In Malargüe wird bei der Axion getankt. Hier findet Erich sogar das spezielle Mercedes Motorenöl. Silvia kauft im Zentrum noch frisches Obst und Gemüse ein. Viel Zeit wollen wir nicht verlieren, denn an der Tankstelle erfahren wir von Münchner Reisenden, dass uns 80 km Ripio auf der 40 erwartet. Für Naturstrassen brauchen wir erfahrungsgemäss viel Zeit.
Noch kommen wir zügig auf der asphaltierten Strasse vorwärts. Etwa 15 km nach Bardas Blancas fängt die Schotterpiste an, im übrigen im IOverlander Anfang und Ende punktgenau eingetragen. Vor 1 1/2 Jahren sind wir zusammen mit Marcel bei Bardas Blancas in Richtung Chile aufgebrochen, wir hatten gar keine Lust auf die lange Fahrt auf der Schotterpiste. Diesmal haben wir keine zeitlichen Begrenzungen und es interessiert uns, was es zu sehen gibt auf diesem Streckenteil der RN 40.   __SM1800
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Übernachtungsplatz: Rest Area next at Ruta 40

GPS: S 36 54.505’, W 69 48.997’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 052019
 
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__SM1745   Peter ist nicht mehr zu halten, nachdem er gehört hat, dass die Strecke für ihn machbar sei. Unsere Bilder und das gegebene grüne Licht haben in ihm den Entschluss reifen lassen, die Strecke selbst in Angriff zu nehmen. Unseren Vorschlag, zuerst mit dem Suzuki die Fahrt zu machen, lehnt er nach kurzem Überlegen ab. Das heisst, nun laufen unsere Wege getrennt weiter, nach genau 30 Tagen gemeinsamer Reise. Vielen Dank lieber Peter für die sehr schöne gemeinsame Zeit.
Wir fahren noch einmal ins Zentrum von Las Leñas. Hier funktioniert das Internet.
Nach zwei Stunden Homeoffice brechen wir auf. Wir haben am Taleingang einen Platz am Fluss gesehen, wo wir die Hunde rennen lassen können und die Nacht verbringen werden. Der Platz ist insoweit besser als der von gestern, weil hier keine Kühe weiden. Bei starkem Wind toben wir mit den Hunden und geniessen die wunderbare Aussicht auf die Bergwelt.
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Übernachtungsplatz: Am Fluss nahe Laguna Nina

GPS: S 35 10.873’, W 69 48.453’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 042019
 
209_Rio_Nihuil-Las_Lenas   Nein, wir wollen nicht Skifahren.
Weiter geht es durch eine sehr hübsche Landschaft mit weiteren Staudämmen dem Rio Atuel entlang bis Nihuil. Dort kehren wir auf die Ruta 40 zurück. In El Sosneado tanken wir noch einmal.   __SM1671
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__SM1723   Die gut ausgebaute Ruta 222 ist bis zum Wintersportort “Las Leñas” asphaltiert. Im südamerikanischen Winter kommen auch die Profi Skifahrer der Nordhalbkugel hierher trainieren.
Auf halbem Weg nach Las Leñas, weist ein Schild auf den “Pozo de las Animas” (Brunnen der Seelen). Zwei kesselförmige Erdlöcher mit Wasser gefüllt, 130 m tief und 400 m im Durchmesser sind das Ergebnis einer rätselhaften Absackung des Bodens. Die Legende besagt, dass die Tränen der Eingebornen, die hier ihre Toten beweinten, die riesigen und weltweit in der Grösse einzigartigen Naturzisternen gefüllt haben.   __SM1709
__SM1787   Der modernste Wintersportort Südamerikas, jetzt am schlafen, bietet 60 km Pisten.
Lifte befördern die Skifahrer von 2250m bis auf 3430 m.
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__SM1731   Ziel unseres Ausflugs ist der Besuch des wild schönen  Hochtals  “Valle Hermoso”, das bis an die chilenische Grenze führt. Die Strasse ist steil, steinig und manchmal eng. Bekannte haben uns geraten, erst einmal mit dem Auto eine Probefahrt bis zum 18 km entfernten Mirador zu machen, bevor wir die anspruchsvolle Strecke direkt mit dem Wohnmobil in Angriff nehmen.
Peter passt netterweise derweil im Ort auf die Wohnmobile auf.

Los geht es. Man hat den Eindruck, man fährt durch die Alpen.

Der Blick vom Aussichtspunkt hinunter ins Valle Hermoso ist atemberaubend. Unser Fazit ist, dass die Fahrt hier hoch mit unserem Wohnmobil kein Zuckerschlecken wäre, aber mit der nötigen Voraussicht und Vorsicht auch kein Problem darstellen würde.
Jetzt stehen wir also auf stürmischer Höhe und schauen uns die 8 km lange Serpentinenstrasse ins Tal an. Dieses Stück soll, der Meinung anderer Reisenden nach,  mit unserem Wohnmobil nicht fahrbar sein.
Die Neugier lässt uns keine Ruhe und wir wollen selber schauen, ob das wirklich so ist. Weiter geht es.
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__SM1757   Geschafft, wir sind unten am See. Erich meint, er würde die Abfahrt mit dem Wohnmobil machen können. Es gäbe zwei schwierig zu meisternde Kurven (seitlich abfallende Strasse und tiefe Schlaglöcher), aber ansonsten sei die Strecke in gutem Zustand. Man müsse wegen dem Fahraufwand mindestens 3-4 Tage im Tal bleiben.
Schnell fotografieren wir noch die Umgebung und machen uns dann auf den Rückweg zu dem geduldig wartenden Peter. Bis wir wieder bei ihm ankommen, sind wir über 3 Stunden unterwegs gewesen. Aber wir freuen uns riesig, ihm die Fotos zeigen zu können und ihm zu sagen, dass es auch für ihn mit seinem Fiat kein Problem sei ins Valle Hermoso zu fahren.
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__SM1771   Der Schafhirt und sein Hund führt die Herde gekonnt an unserem Auto vorbei. Wir bewundern sein Können, er hat die Gruppe vollkommen unter Kontrolle. 

Übernachtungsplatz: Beside the river

GPS: S 35 11.780’, W 70 02.980’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 032019
 
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__EM2065   Der Stausee “Valle Grande”.
Hier wird der Rio Atuel das letzte mal gestaut. Wir setzten unsere Reise weiterhin entgegen des Flusslaufs fort.

Im IOverlander haben wir gelesen, dass auf dem Aussichtspunkt seit halben Jahr eine Katzenmama mit ihren zwei Jungen zu Hause ist. Tatsächlich suchen die Katzen unsere Nähe, sie scheinen zu wissen, dass die Reisenden ihnen etwas zu fressen abgeben. Ausser vielleicht Mäusen und Vögeln wird es hier oben sonst nichts geben. Die Mama und eines ihrer Jungen sind sehr hungrig. Wir füttern sie mit gegrillten Hühnchenresten. Das andere Junge ist nicht zu sehen.

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Talwärts sieht man immer wieder besondere Felsformationen in der sonst eher kargen Landschaft.   __SM1608
__EM2088   Silvia ist mit dem Auto voraus gefahren. Vom Felsplateau aus beobachtet sie, wie das Wohnmobil in der Bucht Halt macht. Erich hat Carmela und Silvia entdeckt.
Als Carmela wieder im Auto versorgt ist, kommt Rocky an die Reihe. Er geht nur soweit mit spazieren, solange er Erich und das Wohnmobil im Auge hat; das ist typisch für unseren Rocky, das Rudel muss zusammen bleiben.
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__EM2093   Wenn man die Augen auf den Hügeln ruhen lässt, entdeckt man immer öfter die grossartigen weissen Blüten der Kakteen, leider wissen wir (noch) nicht wie der entsprechende Kaktus heisst..

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In der Gegend waren früher Minen. Wir fragen uns, was unter den bunten Hängen der Berge geschürft wurde. Vielleicht auch Gold wie in Carolina?   __SM1627
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__EM2116   Unglaublich, trifft man mitten im Nichts auf einen von der Natur kreierten Felsen, der aussieht wie eine Buddha Statue.
Der Plan zeigt gut auf, wie oft der Fluss Atuel gestaut wird, ein “Dique” ist ein Staudamm, ein “Embalse” ist ein Stausee.
So wie es auf der Zeichung aussieht, stehe ich direkt vor einem Wasserkraftwerk (“Usted Esta Aqui”). Die öffentliche Strasse schlängelt sich durch das Kraftwerkgelände.

Etwa einen Kilometer nach dem Kraftwerk befindet sich rechter Hand ein Picknickplatz. Wir vermuten, so wie die Umgebung (Bodenplatten) hier aussieht, dass sich hier zu Zeiten der intakten Mine eine Schule befand.

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Übernachtungsplatz: Picknick area in the Valle Grande

GPS: S 34 53.482’, W 68 35.356’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Dec 022019
 
207_La_Carolina-Valle_Grande   Die Ruta 9 führt bis nach San Luis. Dort erledigen wir im Walmart ein paar Einkäufe. In einem Autozubehörladen erhalten wir die Halogenbirne fürs Wohnmobil, so ist das Ersatzteillager wieder vollständig. Von San Luis gehts unspektakulär auf der Ruta 146 bis nach San Rafael. Dort biegen wir ins Valle Grande ein. Die touristische Infrastruktur zeigt uns, dass hier am Rio Atuel eine Hochburg für Rafter ist.
Am Morgen auf dem Campingplatz in Carolina können wir erst einmal nicht abfahren. Als Erich den Motor startet spritzt viel Diesel unter der Motorhaube hervor. Erich findet das Problem schnell, der Schlauch hatte sich gelöst. Eine Stunde später geht es dann los Richtung Valle Grande. Es lohnt sich absolut diesen Weg zu fahren und nicht auf der RN 40 zu bleiben.

Im Valle Grande am Rio Atuel erwartet uns eine wunderbare Felslandschaft. Hier bleiben bis morgen.

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Übernachtungsplatz: Camping Municipal “Las Mila Hojas”, Valle Grande

GPS: S 34 49.525’, W 68 27.304’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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