Mar 312019
 
__SM0993   Wie es saisonale Fussball,- oder Eishockeymeisterschaften gibt, haben die Gauchos, hier auch ihre Meisterschaften. Das ganze Jahr wird mit den Pferden geübt.

Die Kategorien sind nach Alter und Geschlecht aufgeteilt.

Die Kleinsten nehmen bereits an den Meisterschaften teil. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Der allerjüngste Teilnehmer wird von seinem Vater durch den Parcours geführt. Unwillkürlich muss man schmunzeln, es scheint so, als ob die Kinder bevor sie laufen können, bereits sattelfest sind.

 

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Die Buben absolvieren den Parcours konzentriert und ehrgeizig. Es geht darum die Strecke schnell und fehlerfrei zu absolvieren. Da wird den Pferden auf dem Schlussspurt schon mal die Sporen gegeben.

Bevor die Teenager ihr Können zeigen, sind die Mädchen an der Reihe. Wir staunen über das selbstsichere Auftreten der begnadeten Reiterinnen.   __SM0985
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__SM1033   Das gehört auch zum Sport, dass das Pferd nicht so will wie der Reiter.
Die 15 jährigen Boys bieten uns eine wahrliche Show dar. Ihr Können auf ihren Pferden ist in all den Jahren gewachsen, Pferd und Reiter bilden ein wunderbares Team.   __SM1023
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Und am Schluss kommen die Männer an die Reihe. Victor reitet auf seinem muskulösen golden schimmernden Hengst Hercules. Uns ist aufgefallen, dass Victor als einziger Gaucho in der Zeit während die Jugend an der Reihe war, seinen Hengst durch permanente Bewegung warm gehalten hat. Nach einer Weile erkennen auch wir Laien, die Trainingsunterschiede und die feinen Unterschiede im Umgang der Teams.
Am Start wartet Victor auf das Zeichen des Schiedsrichters. Dann geht das Dreamteam in Perfektion auf den Parcours. Victor mit Hercules gilt als Favorit der Meisterschaft.
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__SM1073   Der Glimmstengel im Mund dieses Gauchos wirkt irgendwie deplaziert.
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Für die Verpflegung der Teilnehmer und Zuschauer ist ausreichend gesorgt.

Nach zwei Stunden verlassen wir das Gelände, die Meisterschaft geht noch weiter. Am Nachmittag steht noch eine weitere Diszplin an, die Kür quasi …

Der ein oder andere nutzt die freie Zeit bis dahin zum Üben.

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Mar 062019
 
173_Gualeguaychu-Paraiso_Suizo   Nach dem Besorgen der Hundepapiere sind wir gegen Mittag marschbereit und nehmen die 440 km bis ins Paraiso Suizo in Angriff.

Den Apero verpassen wir, jedoch werden wir kurz vor dem Nachtessen herzlich begrüsst und in Empfang genommen.

Übernachtungsplatz: Paraiso Suizo

GPS: S 34 47.351’, W 55 25.884’
Preis: Gratis
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Mar 052019
 
172_Colonia_Dora-Gualeguaychu   Der Slideout-Antrieb macht immer hässlichere Geräusche. Ich schaue nach und stelle fest, dass ein Zahnrad Späne macht bei der Zahnstange.

Beim leeren der Abwassertanks bemerke ich, dass Strom auf dem Chassis ist. Big sh…..

Wir beschliessen, auf dem schnellsten Weg zurück nach Uruguay zu fahren, um die Defekte zu reparieren. Wir fahren über 800 km durch bis Gualeguaychu, der Grenzstadt zu Uruguay.

Dort besorgen wir uns die Hundepapiere, jedoch erst am nächsten Tag. Heute ist Fasnacht, da arbeitet niemand.

Übernachtungsplatz: Shell

GPS: S 33 06.151’, W 58 38.575’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

   
Mar 042019
 
171_Ruinas_del_Quilmes-Colonia_Dora   Es ist Fastnacht! es scheint so, als ob ganz Argentinien auf den Strassen unterwegs.ist.
In Amaicha de Valle machen wir einen Zwischenstopp, um das Museum Pachamama zu besuchen.
Das Museum Pachamama huldigt den Ureinwohnern. Die übergrossen Steinfiguren und die fantastischen Ornamente beherrschen das ganze Areal. Das Thema Steine wird in einem Raum, in dem auch ein Bergwerk nachgebaut wurde, erläutert. Die verschiedenen Bergkristalle aus der grossen Umgebung werden gut präsentiert.   _MG_3813
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Übernachtungsplatz: YPF Tankstelle

GPS: S 28 35.095’, W 62 57.999’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

   
Mar 032019
 
170_Quebreda_de_las_Conchas-Ruinas_del_Quilmes   Der Besuch der Quebrada de las Conchas ist auch diesmal faszinierend. Es ist einfach eine schöne Schlucht.

Weiter geht es Richtung Amaicha del Valle. Die Ruinas del Quilmes liegen auf dem Weg und sind absolut sehenswert.
Dafür müssen wir nochmal durch Cafayate fahren. Entlang der Ruta 40 kommen wir an verschiedenen Bodegas  und vielen Weinreben vorbei. Hier befindet sich ein weiteres beliebtes (Weiss)Weinanbaugebiet von Argentinien.

Die Muschelschlucht beeindruckt mit den roten Felsen und
Gesteinsformationen.
Das Flusswasser hat herrliche Höhlen geformt, welche Namen tragen wie der Teufelsrachen oder Amphitheater.
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_MG_3782   Von der asphaltierten Ruta 40 zweigt eine 5 km lange Schotterpiste zu den Ruinen der Quilmes Indianer ab.
Das Wohnmobil parken wir, wie schon letztes Jahr, in einer Nische am Waldrand. Von da aus fahren zwei von uns zu einer der grössten archäologischen Attraktionen des Landes. Vor dem Parkplatz, am Fusse der Ruinen, wird das Eintrittsgeld entrichtet.
Zuerst besuchen wir das Museum. Sehr eindrücklich werden Filme und Utensilien zu der Geschichte der Quilmes Indianer gezeigt. Diese ist schnell erzählt: Im 16. Jahrhundert verschanzten sich etwa 5000 Calchaqui Indianer vor den spanischen Eroberern in Quilmes. Die Bewohner konnten den Konqistadoren über 130 Jahre lang Widerstand leisten. 1667 wurden sie jedoch von den übermächtigen Eroberern besiegt. Moderne Waffen trugen das ihre dazu bei. Nur wenigen Indios gelang die Flucht. Etwa 2000 Indianer wurden gefangen genommen und in einem Gewaltsmarsch über 1200 Kilometer in die heutige Stadt Quilmes bei Buenos Aires deportiert und als Arbeitskräfte ausgenutzt. Viele starben unterwegs. Einer kleinen Gruppe gelang es später bei Verhandlungen mit den Spaniern, ihr Land rund um die Festung Quilmes wieder zurück zu bekommen.   _MG_3800
_MG_3778   Der grösste Teil der Anlage liegt in einer Nische an einem Berghang. Kandelaberkakteen, die sogenannten Cordones, bestimmen hier, wie schon in dien vergangenen Tagen von unserer Fahrt, die Umgebung.

Den besten Überblick hat man, wenn man ganz hoch klettert und von dort die Aussicht geniest. Wir bewegen uns hier oben auf 1700 Höhenmetern. An den Bergkettenrändern wurde die Befestigungsanlage bis fast zur Bergspitze gebaut. Die Mauern der Behausungen sind hier über ein Meter hoch, der Aufstieg wird immer steiler.   _MG_3785
_MG_3783   Wir stellen uns vor, wie die Menschen in den von Mauern geschützten Innenhöfen gelebt haben, miteinander gekocht haben. Die kleinen Vierecke waren Vorratskammern. Die Dächer waren aus Stroh. Auf  Mühlsteinen wurden Mais und Quinoa gemahlen. Es wurden Kartoffeln, Bohnen und Paprika angebaut. Lamas lieferten das Fleisch, Milch und Wolle und Leder.
Es existierte auch ein Wasserversorgungssystem von 100 km Länge.
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10 Prozent der Anlage wurde wieder rekonstruiert, der Rest der eingefallenen beziehungsweise zerstörten Ruinen ist geschützt und wird von Forschern für wissenschaftliche Zwecke genutzt.   _MG_3792
_MG_3799   Mahlsteine
Am Rande des Parkplatzes kann man sich mit Andenken eindecken oder einen kleinen Imbiss zu sich nehmen.   _MG_3801

Übernachtungsplatz: Im Wald an der Strasse zu den Ruinas

GPS: S 26 28.838’, W 66 00.472’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Mar 012019
 
169_Cachi-Quebreda_de_las_Conchas   Die Ruta 40 durchzieht auf voller Länge die Calchaquies Täler.
Als Calchaquies-Täler bezeichnet man die Kette zusammenhängender Täler am Ostabhang der Anden. Meistens wird aber nur der  Abschnitt im Dreieck zwischen Salta, Cachi und Cafayate als Valles Calchaquies bezeicnet.
 
Erich führt uns im Wohnmobil aus Cachi heraus. Danach übernehmen wir mit dem Auto die Führung. Auf der Naturstrasse ist Erich nur sehr langsam unterwegs, darum fahren Mario und ich schon mal voraus. Verfahren kann man sich hier nicht.   __SM0940
__SM0947   Die Strasse führt vorbei an Gehöften und Feldern. Nach einer Weile finden wir endlich eine Möglichkeit, um mit Rocky und Carmela einen Spaziergang zu machen.

Doch Vorsicht ist angesagt, damit die Pfoten in keinen Kaktus treten.

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__SM0953   Wenn Carmela angeleint ist, bleibt auch der frei laufende Rocky bei uns.
Eine grüne Kleinpapagaienart  wohnt in den umgebenden Felsen.

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__SM0952   Wir laufen die letzten Meter zurück zum Auto, Erich hat uns mit dem Wohnmobil inzwischen eingeholt.
Manchmal ist die Fahrspur so eng, dass man nicht mit einem anderen Fahrzeug kreuzen kann. Die vielen Kurven machen es auch unmöglich voraus zu sehen, ob jemand entgegen kommt.   __SM0963
__SM0960   Kaum haben wir das Flussbett überquert, befinden wir uns auf einer grossen Lichtung. Dort steht ein besonders Unikat, ein Imbissbus.
Der liebevoll verzierte Foodtruck ist leider geschlossen.
Inzwischen ist die Strasse so breit, dass man meinen könnte eine ganze Armee käme hier durch. Jedoch ist die Qualität ziemlich übel, Wellblechfahren ist einfach nur mühsam.   __SM0966
__SM0968   Die Wege werden wieder schmaler und die Felslandschaft wird ab der Bodega ganz bizarr.

Schon bald dominiert heller Sandstein das Bild.

Ein Highlight auf der Fahrt nach Cafayate ist die Schlucht “ Quebrada de las Flechas” ( Schlucht der Pfeile oder Speere) im Herzen der Täler von Calchaquies. Die Quebrada bildet mit ihren Felsformationen eine einzigartige Landschaft. Die Strasse wurde mitten hindurch gebaut.

Die Felsen stehen schräg und erinnern tatsächlich an Speere.

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P1100277   Es ist 18.30 Uhr als wir wieder geteerten Boden unter den Rädern haben. An der YPF Tankstelle in Cafayate macht uns einTourist auf einen platten Reifen am Wohnmobil aufmerksam. So ein Pech aber auch. Wir pumpen den luftleeren inneren Zwillingsreifen auf, aber die Luft entweicht sofort wieder. Das Loch muss geflickt werden, aber wo?
Direkt um die Strassenecke machen wir die Gomeria Kore aus, eine Werkstatt nur für Reifen. Wir warten gar nicht lange, bis Kore den Reifen untersucht. Das Profil wurde auf der Fahrt vermutlich von einem Stein aufgeschlitzt. Alles kein Problem für den Mechaniker.
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P1100271   Rocky und Carmela bleiben im Auto unter dem einzigen schattenspendend Baum. Den herrenlosen Labrador/Bordercollie (?) Mischling verbellen sie. Er bleibt sowieso lieber bei den Menschen. Da gibt es Streicheleinheiten und Guetsli.
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P1100261   Der Reifen wird mit Luft befüllt und wieder an das Wohnmobil montiert.
Kore verlangt nur 10 Franken für die ganze Arbeit; er hat sich ein sehr gutes Trinkgeld dazu verdient.
Man kann gar nicht beschreiben, wie unglaublich froh und dankbar wir sind, dass die Panne sofort behoben werden konnte.
Nun können wir unsere Fahrt fortsetzen. Wir steuern direkt unseren von früher bekannten Übernachtungsplatz am Fluss an der Ruta 68 an. Und somit sind wir auch schon in der nächsten wunderbaren Schlucht angelangt. In der Quebrada de las Conchas (Muschelschlucht).   _MG_3773
P1100278   Hinter uns, in Cafayate, scheint sich ein Unwetter zusammen zu brauen. Hier am Fluss bleibt es trocken.

Übernachtungsplatz: Am Rio de las Conchas

GPS: S 25 36.884’, W 65 36.389’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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