Feb 282019
 
168_El_Alisal-Cachi   Im Städtchen Cerrillos decken wir uns mit ein paar Lebensmitteln ein. Nur wenige Kilometer fahren wir auf der Landstrasse 68 bis wir auf die Strasse 33 abbiegen.
Bei Chicoana führt die Strasse in ein enges Tal.   __SM0889
__SM0884   Nach dem Friedhof am Ortsende fängt die Strasse an zu steigen.
Eine atemberaubende Landschaft liegt vor uns, als wir auf der Ruta 33 entlang der Cuesta del Obispo (Hang des Bischofs) fahren.   __SM0907
__SM0914   Beim Aussichtspunkt Piedra de Molino auf 3348 m ist die maximale Passhöhe erreicht.
Der Name Piedra de Molino kommt von einem Mühlstein, den irgend jemand auf 3348 m zurück gelassen hat.   __SM0929
__SM0926   Hier oben machen wir Mittagspause. Danach geht es weiter durch eine Kakteenbewachsene Landschaft.
In dem Nationalpark “Los Cardones” wachsen auf 65’000 ha  Fläche Abertausende Kandelaber Kakteen.   __SM0936
__SM0886   Aus dem schönen Holz der Kakteen werden Kirchendächer, Beichtstühle, Tore und Böden gefertigt.

Übernachtungsplatz: Camping Municipal Cachi. 2280 m

GPS: S 25 07.281’, W 66 09.991’
Preis: AR$ 95 PP
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  __SM0938
Feb 272019
 
167_vor_Huancar-El_Alisal   Die Strecke ist für Einheimische eine beliebte Abkürzung nach San Antonio de los Cobres. Für uns ist es eine Fahrt durch eine karge, aber reizvolle Landschaft auf dem Altiplano.
Mitten im Irgendwo taucht ein Dörfchen auf. Rund um die Kirche stehen halbfertige Häuser. Manchmal fehlt eine Wand oder sogar das Dach. Man dichtet es irgendwie ab. Eile mit der Reparatur hat niemand, ziemlich sicher fehlt das Geld für einen Weiterbau.   __SM0762
__SM0750   Ausserhalb der sehr einfachen Weiler sieht man ab und zu einsame, aber bewohnte Steinhütten. Die Bewohner leben von und mit ihren Schafen und Lamas. So ein karges Leben ist für uns kaum vorstellbar.
Wäre das aus dem Boden herausragende Solarpanel nicht gewesen,hätten wir die “versenkte” Behausung gar nicht entdeckt.   __SM0758
__SM0760   Der Sand der roten Erde steckt in jedem Ritz unseres Fahrzeugs.
Das Landschaftsbild ändert sich schlagartig. Plötzlich ist die Gegend von grossem Geröll übersät.
Versperrt uns etwa dieser grosse Brocken die Strasse?

Nein, wir sind einer optischen Täuschungen zum Opfer gefallen.

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__SM0787   Wir schrecken eine Herde Vicuñas auf. Die Tiere flüchten hangaufwärts. Ihre Fellfarbe tarnt die Kleinkamele so gut, dass man sie im Gestrüpp beinahe gar nicht sieht.
Man glaubt es fast nicht, aber wir befinden uns immer noch auf 4200 Metern. Es ist erstaunlich, wie sehr wir uns bereits an die Höhe gewöhnt haben, die wenigen körperlichen Anstrengungen bewältigen wir immer leichter.

Unser Zwischenziel ist das Eisenbahnviadukt “La Polvorilla”, welches der höchste Punkt des Zuges in die Wolken “ Tren de los Nubes” ist. Bis dahin fahren wir noch 26 km.

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__SM0795   Die Landschaft ist sehr farbig,  aber die Strasse wird immer schmaler und schlechter. Für den Suzuki ja kein Problem, aber für den “Amigo” ist das eine Herausforderung.
Die engste und kritischste Stelle an den überhängenden Felsen ist vorbei. Jetzt darf nur kein Gegenverkehr kommen.
Schon bald wird die Strasse wieder etwas breiter, hoffentlich kommt später nicht noch ein schlimmeres Teilstück.

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Wir erreichen das Eisenbahnviadukt “El Polvorillo”.
Die Spannbrücke erinnert mit ihrer Konstruktion aus Stahl an den Eiffelturm. Sie ist 63 m hoch und 224 m lang.
Die Schienen sind auf 4220 Metern Höhe. Der Zug “Tren de los Nubes” fährt zwei Mal die Woche vom 20 km entfernten San Antonio de los Cobres ab. Heute fährt er nicht.
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__SM0855   Die Schotterstrasse bis nach San Antonio de los Cobres ist fürchterlich, eine sogenannte Wellblechpiste, es rüttelt und schüttelt in den Fahrzeugen. Ab San Antonio ist die Ruta 51 geteert.
Das Panorama ist nun wieder ganz anders, Kakteenbewachsene Hänge und vielfarbige Felswände machen die Fahrt durch die Schlucht “Quebrada del Toro” sehr abwechslungsreich.
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__SM0868   Heute haben wir sehr viele Eindrücke gesammelt .

Übernachtungsplatz: einsame Parallelstrasse

GPS: S 24 50.956’, W 65 43.090’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Feb 262019
 
166_Andes_Nomads_Desert_Camp-vor_Huancar   Nach Argentinien fahren wir über den Paso de Jama.(Lama Pass). Es sind 300 km Fahrt über den Altiplano bis zu unserem Übernachtungsplatz auf argentinischer Seite.
Es ist schon 11 Uhr als wir die Andenstrasse in Angriff nehmen. Silvia ist vorher noch “schnell” in der französischen Bäckerei knusprige Baguettes einkaufen gegangen.
Schon wenige Kilometer nach San Pedro de Atacama führt die Strasse steil bergan. San Pedro selbst liegt bereits auf 2440 müM. Nach 40 km Fahrt erreichen wir die auf 4000 m gelegene Hochebene. Die Strecke ist landschaftlich spektakulär,
Zu unserer Linken erhebt sich der fast 6000 Meter hohe Vulkan Licanbur.
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__SM0695   Kurz darauf fahren wir am “Portezuelo del Cajon” vorbei. Das ist der Pass, der nach Bolivien führt.
Die gigantische Bergwelt mit den schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund liegt auf bolivianischen Boden.   _MG_3759
__SM0727   Nach etwa 5 km ist bereits der höchste Punkt der Strecke erreicht. Auf 4885 m sehen wir auf Lagunen mit Salzkrusten. Auf den ersten Blick könnte man meinen, hier liege Schnee. Eine Familie Vicuñas tut sich an dem Grün rund um eine Lagune gut.
An der nächsten grossen Lagune entdecken wir einen schwarzbeinigen “Chilenischen Atacamaflamingo”.
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__SM0723   Wir bewegen uns lange Zeit auf einer Höhe zwischen 4400 und 4800 müM.
Pause muss sein. Uns geht der Schnauf eher aus als den Hunden. Es ist erstaunlich wie gut sie diese ausser-gewöhnliche Höhe vertragen. Carmela ist nicht mehr in einen tiefen Schlaf gefallen.   __SM0700
__SM0733   Wir denken, dass es sich gelohnt hat, dass wir uns seit vielen Tagen immer auf 2500 Metern Höhe bewegt haben. Der Körper konnte sich daran gewöhnen.
Weiter geht es durch schier endlose Hochsteppen, vorbei an zerklüfteten Felswänden. Wie aus dem Nichts, unser Blick weilt schon auf der Laguna des Salar Agua Calientes, stehen links frei stehende Felsenfinger, Man nennt diese auch “Monjes de la Pakana” (Mönche)   __SM0710
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__SM0741   Schon bald erreichen wir auf 4200 m die argentinisch-chilenische Grenzstation. Es dauert ein kleines Weilchen bis wir alle Stempel haben, aber der Grenzübergang ist sehr friedlich, die Beamten unkompliziert und nett. 

Kurz nach Susques biegen wir auf die alte Ruta 40 ab, bei schönem Wetter eine gut zu fahrende Naturstrasse, bei Regen würden wir diese Strecke nicht fahren.

Übernachtungsplatz: Gravel Lot an der Ruta 40

GPS: S 23 31.120’, W 66 24.948’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Feb 232019
 
165_Vilama_vor_San_Pedro_de_Atacama-Andes_Nomads_Desert_Camp   Der Campingplatz Andes Nomades wird vom Chilenen Maurizio geführt. Er spricht auch französisch und englisch. Ausserdem hat er eine grosse Waschmaschine, was durchaus ein Pluspunkt ist. Endlich kann man die Wäsche selber waschen statt in eine Wäscherei zu geben.
Den alten Hund von Maurzio bekommen wir nur einmal zu Gesicht. Das ist, als sich Carmela, an einer langen Leine draussen angebunden, mal wieder aus ihrem Brustgeschirr schält und mit Freuden durch die Umgebung streunert.

Zusammen mit Regula, Jörg und Beni verbringen wir bei Maurizio eine schöne und lustige Zeit mit reden, erzählen, kochen, jassen….

Das kleine San Pedro de Atacama ist als Verkehrsknotenpunkt eine Touristenhochburg. Es besticht durch seine im Adobestil gebauten Gebäude.
Rund um den Plaza de Armas befinden sich das Rathaus, die Touristeninformation, viele ausländische Touranbieter und Souvenirläden.
Der Vulkan Licancabur im Hintergrund ist der auffälligste Gipfel von den vielen Fünf- und Sechstausendern, die San Pedro umgeben.
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Die Kirche von San Pedro de Atacama ist eine der ältesten in Chile.   P1100256
DSCN4170   Regula, Beni und Silvia besuchen die Laguna Cejar am Nordende des Salar de Atacama, unweit von unserem Campingplatz.
Regula war morgens mit ihrem Fahrrad dort, hat aber ihr Badekleid vergessen mitzunehmen. Etwas resigniert kommt sie zurück und sagt, dass ihr Eintrittsticket den ganzen Tag gültig sei, sie aber nicht noch einmal in der Hitze mit dem Fahrrad dorthin fährt. Kurzentschlossen packen Silvia und Beni ihre Badehosen, und wir drei fahren mit dem Suzuki zur Lagune zurück. Punkt 14 Uhr stehen wir am Eingang und bezahlen dank Regula’s bereits bezahltem Ticket und etwas Überzeugungsarbeit den vergünstigten Eintrittspreis (bis 14 Uhr) von 10’000 ClP (ca. 15 CHF), ab 14 Uhr kostet es 15’000 Pesos.
Der Salzgehalt des Sees von über 40% lässt den Körper an der Oberfläche schwimmen, wie im Toten Meer.

Zum ersten Mal erlebe ich diesen Auftrieb und es fühlt sich sehr gut an. 

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DSCN4183   Wir müssen nur aufpassen, dass wir vor lauter relaxen keinen Sonnenbrand erwischen. Das Einschmieren mit Sonnencreme ist verboten, weil man die Lagune kontaminiert.
Die Angestellten passen wirklich auf. Eine deutsche Touristin wird zu den Duschen zurück geschickt, nachdem sie sich eingecremt hat. Dort wird sie bereits von einem anderen Angestellten empfangen, denen entgeht nichts.
DSCN4160   Der Andenflamingo ist hier heimisch. Er ist innerhalb der Familie der Flamingos die einzige Art mit gelben Beinen und Füssen.

Regula fotografiert dieses hübsche Exemplar an der Nachbarlagune.

Danke an Regula, die mir diese Fotos zur Verfügung gestellt hat. In der Eile des Aufbruchs, habe ich nämlich vergessen, die Kamera mit zu nehmen.

Am nächsten Tag am Nachmittag besuchen Mario, Beni und Silvia die Laguna Escondida.de Baltinache, 60 km von San Pedro entfernt, dafür kostet der Tageseintritt auch nur 5’000 CLP (ca. 7.50CHF)

Vorher verpflegen wir uns noch in der französischen Bäckerei in San Pedro. Es ist ein wahrer Gaumenschmaus wieder einmal gutes Baguette zu essen.

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P1100260   Die Strasse zu den sieben Lagunen ist erst seit heute wieder geöffnet. Die letzten Unwetter haben sie unpassierbar gemacht.
Ein Spazierweg verbindet die Lagunen.
Das Türkis des Wassers scheint wegen der weissen Umgebung noch intensiver. Der Salzgehalt der Lagunen ist mit 50% noch höher als der in der Laguna Cejar. Es braucht etwas Überwindung um in das kalte Wasser einzutauchen, aber die Neugierde darüber wie es ist, ohne Kraftanstrengung auf dem Wasser zu treiben, siegt schliesslich.

Übernachtungsplatz: Andes Nomads Desert Camp,

2400 müM

GPS: S 22 58.915’, W 68 10.980’
Preis: CL$ 7’000 PP
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  P1100253
Feb 222019
 
164_vor_Geysir-Vilama_vor_San_Pedro_de_Atacama   Heute ist schon sehr früh Tagwache. Regula, Mario, Beni und Silvia brechen um 5.15 Uhr mit unserem Suzuki und Bens Nissan zu dem Geysirfeld von Tatio auf.
Mit 4300 m ist es das höchste Geysirfeld der Welt.

Erich und Jörg fahren etwa um 9 Uhr vom Platz ab und lassen bewusst die schlechte Naturstrasse zu den Geysiren aus. Sie fahren auf direktem Weg nach Machuca hinunter, welches immer noch auf 4000m liegt.

Dort wollen wir uns alle später treffen.

Es ist immer noch dunkel als wir nach 1 Stunde Fahrt beim Geysirfeld ankommen. Im Reiseführer heisst es, man soll vor Sonnenaufgang dort sein, denn die Dampfsäulen seien in der kühlen Morgenluft am höchsten und schönsten.

Manchmal erreichen die Wassersäulen eine Höhe von 10 Metern.

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_MG_3683   Mittlerweile sind wir schon über eine Stunde hier, es ist 7.15 Uhr. Man erahnt den Sonnenaufgang hinter den 6000m hohen Gipfeln.
Es ist ein wunderschönes Naturschauspiel als die ersten Sonnenstrahlen um 8 Uhr über den Vulkangipfeln erscheinen.   _MG_3701
_MG_3704   Das geothermische Feld von 3 km2 umfasst etwa 40 Geysire, 60 Thermen und 70 Fumarolen (durch den fehlenden Druck wird das Wasser vor seinem Austritt vollständig in Dampf umgewandelt.)
Als die Sonnenstrahlen die Rauchsäulen erreichen, wissen wir, warum wir heute so früh aufgestanden sind.
Das Gesamterlebnis von den Geysiren im Mondschein bis zu den Farbtönen in der Sonne ist einmalig.
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_MG_3689   _MG_3714
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_MG_3739   Es scheint tatsächlich so, dass je höher die Sonne am Himmel aufsteigt, je wärmer es wird, desto mehr verlieren die Dampfsäulen an Intensität.

Um 9.30 Uhr ist das ganze Geysirfeld in Sonne eingetaucht.
Wer möchte, badet noch im lauwarmen Naturbecken. Es wird direkt von einer der heissen Quellen gespiesen.
 
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__SM0644   Es ist schon 10.30 Uhr vorbei als wir aufbrechen, Erich und Jörg warten bestimmt schon in Machuca.

Überraschenderweise ist die breite Naturstrasse in einem sehr guten Zustand. Nach den heftige Regenfällen und den damit verbundenen Erdrutschen wurde die Strasse vor 2 Wochen neu gepfadet. Dieser Zustand wird wohl nicht lange anhalten, denn tagtäglich fahren sehr viele Tourbusse hinauf  zu den Geysiren.

Wir kommen den Gipfeln immer näher.   __SM0656
__SM0666   Einer der Vulkane ist noch aktiv.
__SM0657   Unterwegs trifft man auf eine Unterart der Familie der Kamele: Vicuñas. Sie ähneln den Guanakos, sind aber kleiner und schlanker. Sie sind seltene Tiere und nur in freier Wildbahn in den Hochanden zu finden. Wegen Wilderei und Krankheiten wären sie beinahe ausgestorben. Zum Glück wurden sie jedoch 1975 unter Artenschutz gestellt. Seitdem hat sich die Population erholt.
Das besonders weiche, seidig glänzende Fell, übertrifft in seiner Feinheit sogar die edle Kaschmirwolle. Nicht ohne Grund ist Vicuñawolle die teuerste Wolle der Welt. Rund 500 Euro kostet das Rohmaterial pro Kilo.
Wenig später treffen wir in Macuche auf einem offenen Gehege eine Herde Lamas an.   __SM0683
__SM0678   Hier treffen wir wie abgemacht auf Jörg. Erich ist schon langsam weitergefahren. Die beiden haben auch eine gute Geschichte zu erzählen. Kurz nach ihrer Abfahrt sind sie bei einer Polizeistation in der Höhe angehalten worden. Sie dachten, die beiden Polizisten wollten die Fahrzeuge kontrollieren. Bis sich dann herausstellte, dass sie mitgenommen werden wollten nach San Pedro. So ist je ein Polizist in einem Wohnmobil eingestiegen. Rocky hat Erich’s Eindringling heftigst verbellt, das hat nichts genützt. Der Polizist ist stur im Wohnmobil geblieben.
Es ist Mittagszeit, langsam meldet sich der Hunger bei uns. Wie gut werden hier leckere Lamaspiesschen für 3000 Cl$ (entspricht etwa Franken 4.50) verkauft. Der Verkäufer macht ein Bombengeschäft, denn die allermeisten Tourbusse halten hier für eine Pause.

Nachher fahren wir schnurstracks ins Tal. Dort hat Erich ein geeignetes Plätzchen gefunden.

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Übernachtungsplatz: vor San Pedro de Atacama

GPS: S 22 52.294’, W 68 10.854’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  P1100251
Feb 212019
 
163_Calama-B159_vor_Geysir   Gemeinsam mit Regula, Jörg und Beni fahren wir über den Altiplano Richtung San Pedro de Atacama.
Schon nach 30 km erreichen wir die Wüstenoase Chiu Chiu.mit ihrer berühmten Kirche. Der Ort liegt auf 2525 Metern Höhe.
Die Kirche San Francisco aus dem 16. Jahrhundert ist die älteste Kirche Chiles und wurde durch tausende einheimischer Arbeiter errichtet.
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_MG_3667   Die Kirche ist aus Lehmziegeln gebaut. Die Decke und die Türen sind aus hartem Kaktusholz, es ist ein ganz wunderbarer und spezieller Anblick.
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_MG_3671   Wir erklimmen langsam höhere Lagen. Im Hintergrund sieht man die fantastischen 6000er Riesen, Vulkane und Berge, die bereits in Bolivien liegen.
Auf 3800 m Höhe finden wir eine verlassene Kiesgrube, wo wir die Nacht verbringen. Noch nie haben wir in dieser Höhe übernachtet. Mal schauen wie unser Körper darauf reagiert und ob wir überhaupt schlafen können.   _MG_3675

Übernachtungsplatz: grosse Kiesgrube auf 3800 m

GPS: S 22 24.899’, W 68 09.767’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3676
Feb 202019
 
162_La_Portada-Calama    
An einer Raststätte für LKW-Fahrer bekommen wir doch noch unser Wasser für den Tank, zum Duschen reicht es.

An dieser Raststätte befindet sich ein gepflegter Kakteengarten. Die Blüten des mexikanischen Kaktus sind sehr schön. Die daraus entstehenden Früchte kann man essen.

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P1100230   Wir befinden uns in einer Gegend von Kupferminen. Bei Calama befindet sich der grösste Kupfertagebau der Welt. Die Kupferplatten von reinster Qualität werden zu 90 % nach China exportiert.
Dieses neue MInenfahrzeug gehört sicher zu den grössten Minenfahrzeugen.   P1100231
P1100244   Wenn die Kupferplatten Chuquicamata verlassen sind sie bereits verkauft. Der Güterzug fährt direkt zum Hafen von Antofagasta, wo die Platten verladen werden.

Übernachtungsplatz: Grosser Parkplatz unterhalb Monument , 2200 m ü M

GPS: S 22 27.965’, W 68 54.086’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  P1100245
Feb 182019
 
161_Paranal-La_Portada   Wasser ist in der Atacama rar. Normalerweise ist es kein Problem an Tankstellen den Wassertank vom Wohnmobil mit Trinkwasser aufzufüllen. Hier ist das unmöglich, es gibt kein Wasser für uns.

Die einheimischen Haushalte bekommen entsalzenes  Meerwasser.

An der Kreuzung zur Ruta 5 fahren wir 17 km in die entgegengesetzte Richtung zur Handskulptur “Mano del Desierto* mitten im Nichts.
Hier herrscht wie immer reger Betrieb, denn es lässt sich prima posen vor dem Mahnmal.
Es soll die Menschen daran erinnern, den Ressourcen der Wüste und der Wüste generell Sorge zu tragen.
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_MG_3636   Antofagasta ist eine schmale und ellenlange Grossstadt.
Am nördlichen Ende befindet sich das Naturwunder “La Portada”.
Auf der Klippe richten wir uns für die nächsten zwei Nächte ein.
Hier treffen wir Regula und Jörg. Am anderen Tag kommt auch Beni dazu.

Das Feuer in der Sandmulde wird schliesslcih doch noch ordentlich heiss. Die Steaks werden richtig lecker.

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Übernachtungsplatz: auf dem Cliff bei “La Portada”

GPS: S 23 29.202’, W 70 25.640’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3641
Feb 152019
 
160_Pan_de_Azucar-Paranal    
Am Abend vor unserer Abreise geniessen wir einen schönen Sonnenuntergang.   IMG_3571
IMG_3574   Jeden Samstag gibt es die Möglichkeit an einer Führung zum ESO Paranal teilzunehmen.  Das Observatorium wird von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben und ist Standort des Very Large Telescope (VLT).

Im Besucherzentrum erfahren wir in einem kurzen Video was uns Gigantisches auf dem Gipfel erwartet.

Schräg gegenüber, auf dem Cerro Armazonas entsteht gerade das E-ELT, das European Extremly Large Telescope. Das ist dann definitiv das Grösste, wenn es in vielleicht zehn Jahren mal fertig ist. Die geteerte Strasse hinauf ist auf jeden Fall fertig, der Gipfel ist auch schon flach gesprengt worden.   _MG_3619
IMG_3577   Die Tourist Guides sind Master Studenten oder Ingenieure. Sie führen uns durch das Gelände und beantworten Fragen, wie z. Bsp. wie kann man die Sterne und Galaxien hinter den Sternen sehen? Was kann man alles sehen? Sind die Aufnahmen unter Verschluss? usw.

Es ist spannend zu sehen, wer und was hinter den atemberaubenden Fotos aus dem All steckt.

IMG_3576   Das Very Large Telescope  ist ein aus vier Einzelteleskopen bestehendes Grossteleskop.  dessen Spiegel zusammengeschaltet werden können.

_MG_3595   Die vier kleineren Teleskope können dazu geschaltet werden.
In der Residenz, wo die Wissenschaftler und Ingenieure während ihres Aufenthalts wohnen, wurden Teile des James Bond Filmes „Ein Quantum Trost“ gedreht. Im Film ist die Residenz ein Hotel und steht auch nicht in Chile, sondern in Bolivien.   _MG_3604
IMG_3579   Wir befinden uns im Innern einer der vier Units.
IMG_3580   Die vier Hauptspiegel des VLT wurden bei der deutschen Spezialglasfirma Schott AG in einem eigens für dieses Projekt entwickelten Verfahren hergestellt.

Die Tour gestaltet sich als sehr kurzweilig und informativ, was aber auch ganz stark von den Fragen der Besucher abhängt.

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Die Atmosphäre über dem Gipfel zeichnet sich durch eine sehr trockene Luft aus. Wir selbst merken das an unseren trockenen Lungen. Auch die aussergewöhnlich ruhige Luftströmung macht den Berg zu einem sehr attraktiven Standort für eine Sternwarte.   _MG_3609
_MG_3620   Unser Übernachtungsplatz ist ein idealer Spielplatz für die Hunde.
_MG_3612   Da sind Zwei ziemlich Ko.

Übernachtungsplatz: auf einem Hügel beim Observatorio

GPS: S 24 37.482’, W 70 21.314’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Feb 092019
 
159_Bahia_Inglesa-Pan_de_Azucar    
Bei Chañaral biegen wir zum PN Pan de Azúcar ab.
Die Atacama Wüste sieht aus wie eine Mondlandschaft.
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_MG_3564   Vor dem Parkeingang gibt es viele schöne Plätze für uns. Hier sind Hunde noch erlaubt.

Tagtäglich haben Rocky und Carmela freien Auslauf am weissen Sandstrand.

Rocky buddelt, Carmela guckt zu. Beide jagen Möwen und interessieren sich zum Glück nicht für die Quallen.
Nach einer Stunde sind beide zufrieden, sind alle zufrieden.

Was haben wir für einen schönen Ort erwischt!

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P1100202   Mario dreht mit Rocky eine Runde ums Wohnmobil.
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Übernachtungsplatz: vor PN Pan de Azúcar

GPS: S 26 12.983’, W 70 39.391’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3563
Feb 082019
 
158_Gualliguaica-Bahia_Inglesa    
Im Valle Elqui fahren wir an den Weinbergen der weissen Trauben für das leckere Getränk Pisco Sour vorbei.

In La Serena füllen wir unsere Vorräte für die nächsten Tage auf.

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__SM0638   Auf der Ruta 5 fahren wir bis zum Badeort Bahia Inglesa.
An der Promenade des weissen Sandstrands ist recht viel Volk unterwegs.
Aber für eine ruhige Nacht nehmen wir das gerne in Kauf.
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Übernachtungsplatz: am Strand Bahia Inglesa

GPS: S 27 06.589’, W 70 51.023’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Feb 072019
 
157_Cueste_del_Vienta-Gualliguaica    
Am argentinischen Zoll fragt man uns, ob wir noch gleichentags bis zur chilenischen Zollstation fahren. Immerhin liegen die beiden Grenzstationen etwa 160 km auseinander. Der eine Zoll gibt dem anderen Zoll Bescheid, wer gleichentags  rüberkommt. Sonst wird eine Suchaktion gestartet.

Die Wetterbedingungen für die Fahrt über den 4772 m hohen Pass sind sehr gut. Na dann  mal los!

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__SM0550   Die Schotterstrasse ist sehr breit und anfangs nur langsam ansteigend. Bald klettert Erich mit dem Wohnmobil in engen Serpentinen hinauf. Er hält nicht mehr an bis er die Passhöhe erreicht hat.
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__SM0593   Die Passhöhe ist gleichzeitig die Grenzlinie.
Danach geht es durch ein farbenfrohes Tal langsam hinunter. Manchmal sieht es so aus, als ob hier Gold zu finden sei.
Wir sind überrascht, dass mittlerweile sehr viel geteert ist. Am chilenischen Zoll ist eine Lernende am üben. Erich bekommt das am meisten zu spüren. Er muss praktisch jedes Fach vom Wohnmobil aufmachen und ausräumen. Ihr Ausbildner ist schon seit einer Weile zufrieden, aber der Lehrling gibt nicht auf….und findet NICHTS.
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Übernachtungsplatz: Am Seeufer

GPS: S 30 00.447’, W 70 48.923’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3556
Feb 062019
 
156_Ischigualasto-Cueste_del_Vienta    
__SM0530   Vom Valle de la Luna führt die Strasse 150 zum einmalig schönen Andenpass Paso del Agua Negra. Er ist nur im Sommer für eine Überfahrt offen.
Kurz vor der argentinischen Grenze machen wir Halt an einem Stausee. Im Hintergrund sind die über  5000 m hohen Andengipfel zu sehen.

Übernachtungsplatz: Am Ufer des Cuesta del Viento

GPS: S 30 12.128’, W 69 04.091’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3551
Feb 052019
 
155_YPF_Mendoza-Ischigualasto    
Im eigenen Auto nimmt man an einer Rundtour von 40 km Länge durch die Urgeschichte der Erde teil. Nirgendwo sonst auf der Welt wurden so alte Dinosaurierskelette gefunden.    __SM0482
__SM0492   Die älteste Gesteinslandschaft im Park ist hier zu finden. Das Valle Pintado sieht aus wie eine Mondlandschaft. Im Volksmund heisst der Park auch “Tal des Mondes”.
__SM0489   Einst war hier ein 800 km langer und 15 km breiter See, in dem vor 230 Millionen Jahren Leben existierte. Fossile Funde in den alten Steinen zeugen davon.
__SM0498   Ungewöhnliche Sandsteinformationen und Steinskulpturen wurden durch Erosion und Erdbewegung in Jahrmillionen geschaffen.

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Vor vier Jahren ist der zweite Kamin des Ubootes eingestürzt.   S_SM0517
__SM0504   Ein Guanako springt über das Bocciakugelfeld. Wieso sind diese Kugeln hier, nur hier? Wie sind sie entstanden? Es gibt keine abschliessende Antwort darauf, nur Hypothesen.
S_SM0520   Der Hongo (Pilz)  ist die letzte Station auf dem Rundweg. Die rote Felswand im Hintergund ist gesteinsgeschichtlich gesehen die jüngste Erhebung.

Alle Säulen und Felsen kippen von Westen nach Osten. Der Grund dafür ist die Erhebung des Erdinnern, als sich die ozeanische Platte unter die kontinentale Platte schob…

Übernachtungsplatz: Parkplatz beim PP Ischigualasto

GPS: S 30 09.833’, W 67 56.446’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

  _MG_3541
Feb 042019
 
154_Copec_Rio_Blanco-YPF_Mendoza    
Heute fahren wir in einem Zug nach Mendoza. Das Wohnmobil fährt wieder gut. Der Wechsel der Filter und des Automatikgetriebeöls war notwendig.

Am späteren Nachmittag geht Silvia bei einer Tierärztin vorbei. Die Grenzpapiere für die Hunde sind wieder fällig.

Am anderen Morgen lässt Silvia sich von Erich in die Stadt zur Senasa fahren. Erich hat schnell einen Parkplatz gefunden. Es dauert ungefähr zwei Stunden, davon viel Warterei, bis Silvia mit den offiziellen, abgestempelten, neuen Grenzpapieren fertig ist. Nun steht übermorgen einer Wiedereinreise nach Chile nichts im Wege.

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Übernachtungsplatz: YPF Mendoza

GPS: S 33 05.653’, W 68 52.822’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Feb 032019
 
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Am Sonntag Mittag scheint Santiago wie menschenleer. Es herrscht kaum Verkehr. So kommen wir schnell zur Stadt raus.
Wieder legen wir einen Übernachtungsstop bei der letzten Tankstelle vor der Grenze ein.
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Übernachtungsplatz: Copec Rio Blanco

GPS: S 32 54.457’, W 70 17.616’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja