Nov 042018
 
IMG_2444   Wie wunderbar sind die kräftigen Farben des Frühlings. Überall fangen die Pflanzen in ihrer Vielfalt an zu erblühen. Beinahe jeden Tag entdeckt man eine neue Farbe. Die Wärme des nahenden Sommers kitzelt die Pflänzchen, damit sie sich in ihren Farben und Gerüchen präsentieren. Mit dem betörenden Duft der Blumen kommen auch die Bienen und Kolibris.
Die Tierwelt erfreut sich an Familienzuwachs. Die Vögel müssen sehr gut aufpassen, dass die Leguane nicht die Bodennester plündern. Mit lautem Geschrei und wildem Fliegen versuchen sie die Räuber zu verjagen.
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IMG_0342   Die Leguane paaren sich-
Heinz hat die braune Nena von einem rassigen Hengst decken lassen. In 10 bis 11 Monaten gibt es dann hoffentlich ein Fohlen.   IMG_2445
IMG_20181015_093428   Rocky lassen wir in Maldiônado von der Tierärztin Lopez röntgen. Das Hinken wird immer stärker, meist entlastet er das linke hintere Bein. Es stellt sich heraus, dass er 4 ältere Bandscheibenvorfälle hat, die auf die Nerven im Wirbelkanal drücken. Operieren kann man nicht mehr, aber die Schmerzen behandeln. Ausserdem ist Schonen angesagt, d.h. nicht im tiefen Sand laufen, nicht im Meer mit den Wellen baden, dafür im Baggerseee.
Silvia klagt auch schon seit Monaten über Schmerzen im linken Bein. Da diese in den letzten Wochen immer schlimmer wurden, geht sie auch zum Arzt. Das MRI ist eindeutig. Silvia hat zwei ältere Bandscheibenvorfälle im unteren Lendenwirbelbereich. Zunächst wird konservativ behandelt mit schmerz- und entzündungshemmenden Tabletten. Sollte nach vier bis sechs Monaten keine Besserung auftreten, sollte sie sich operieren lassen. Zum Glück können wir nun doch eine Weile weiter reisen.   IMG_20181023_132213

Party Time

 Posted by at 21:29  Südamerika 2017 - open
Oct 232018
 
P1090828   Am 23.10. hat Heinz Geburtstag. Silvia hat heimlich einen Überraschungsapero organisiert. Damit Heinz davon nichts mitbekommt findet das Fest bei seinem österreichischen Nachbarn “Shiney” statt.

Thomas (unten ganz links im Bild, mit dem grauen Gilet) hat für Heinz eine gut gestärkte Schwarzwälder Kirschtorte gebacken. Mmh war die lecker.

Die verschiedenen Apero Schnittchen hat Silvia bei der Konfiserie Baipa in Atlántida bestellt.

Auch die gemütlichste Fete hat einmal ein Ende.

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IMG_2441   Carmela darf bei Chu zu Besuch sein. Die beiden kommen gut miteinander aus.
Chu’s Herrchen grillt am 3.11. für eine grosse Runde ein leckeres Asado.
Edwin und Irene, Irmi und Peter, Heinz und Silvia und uns drei schmeckt es sehr gut. Leckere Salate (gekochter Rübensalat von Irmi, Kartoffelsalat von Peter, Kabissalat von Silvia) und ein feiner Fruchtsalat von der anderen Silvia runden das Menu ab.
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Oct 152018
 
IMG_20181007_094938   Bei Julio in Montevideo lassen wir den kaputten Wasserhahn gegen einen Neuen ersetzen.

Ebenso ersetzen wir das Kunststoff-WC durch eine neue Keramiktoilette, in der Hoffnung, dass der Syphon nun hält, was er verspricht.

Die Treppe, welche in Cordoba neu eingebaut wurde, ist bereits wieder kaputt. Offensichtlich gibt es da eine Schwachstelle. In einer mechanischen Werkstätte wird eine Verstärkung eingebaut. Diese ist nach einer Woche jedoch bereits wieder gebrochen. Also nochmals von vorne – neue Verstärkung. Wie lange hält es diesmal? Wir sind gespannt.

Erich kennt die Strecke mittlerweile auswendig.   P1090727
P1090729   Beim Gabelkreisel nimmt er die dritte Ausfahrt und gleich ist man bei Julio in einer ruhigen Nebenstrasse.
Wie so oft ist die Strasse die Werkstatt.   IMG_20180924_103754
P1090726   An einem anderen Tag fahren wir wieder nach Montevideo. Wir haben einen Termin in der Mercedes Garage für einen Service des Wohnmobils.
Zum Glück muss man nicht mitten durch die Stadt fahren.
Die Mercedes LKW Garage ist gleichzeitig auch die Werkstatt für die Touristencars der Stadt. Einer nach dem andern kreuzt hier auf für eine Wartung.
Obwohl wir schon um 9 Uhr da sein mussten, kamen wir erst um 14.30 Uhr dran.

Silvia und Carmela vertreiben sich die Zeit mit Erkundungen des Areals. Sie entdecken zwei scheue Junghunde in einem Zwinger. Ab und zu ergeben sich wegen unserer charmanten Carmela auch nette Gespräche mit den Chauffeuren und Mechanikern.

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Oct 102018
 
108_Dayman-Paraiso_Suizo   Wieder stehen wir früh auf. In Daymán schläft noch alles.
Wir kommen gut voran. Auf halbem Weg machen wir eine Mittagspause. Gegen 17 Uhr erreichen wir das Paraiso.

Bei dem herzlichen Empfang fühlen uns wie zu Hause. Silvia gibt uns den grossen Bungalow 1. Wie der Bungalow 4 hat dieser eine Küche, aber keinen eingezäunten Garten. Die Hunde sind draussen an der Leine an einem Pfosten gesichert.   __SM9128
IMG_2436   Im Bungalow 4 wohnt Peter mit seinem Hund Chu.
Nebenan im Bungalow 3 wohnen Brigitte und Udo mit ihrer Hündin Xenia.

So viele Hunde waren noch nie in den Bungalows zu Hause. Wir staunen nicht schlecht, das enge Zusammenleben funktioniert wunderbar.

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Übernachtungsplatz: Paraiso Suizo 

GPS: S 33 47.498’, W 57 29.569’
Preis: US$ 17.00
Strom: Ja
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 092018
 
107_Posadas-Dayman   Wir stehen bei Sonnenaufgang auf, um auf dem schnellsten Weg nach Uruguay zu fahren.
Bei Heinz und Silvia haben wir uns für übermorgen Abend angemeldet. Zwei Tagesetappen à ca. 600 km liegen vor uns. Wenn wir zügig fahren, erreichen wir heute vielleicht noch den schönen Platz am See in Uruguay: den Lago Andresito
IMG_2424   Im Dunkeln erreichen wir die Termen von Daymán, bis zum Lago Andresito hat es leider nicht gereicht.
Schuld war eine uruguayanische Zollbeamtin. Die Frau war einfach fehlbesetzt an diesem Schalter für die Erstellung der Autoeinreisepapiere. Fast drei Stunden hat sie unsere Nerven strapaziert, immer wieder musste sie neu anfangen, weil sie unkonzentriert war und sich ständig vertippt hat. Es war zum verzweifeln. Als vermeintlich endlich die Papiere fertig waren, entdeckt Erich einen gravierenden Tippfehler.
Diesmal schaltet sich der Chefbeamte ein. Innert 10 Minuten hat er die Papiere neu erstellt! Geht doch.

Übernachtungsplatz: Parkplatz bei den Termas Dayman 

GPS: S 31 27.566’, W 57 54.515’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 082018
 
106_Loreto-Posadas   Wir haben einen Wasserschaden!

Den können wir hier in der ländlichen Gegend nicht beheben. Die Ursache der Überschwemmung ist der innen gebrochene Wasserhahn in der Küche. Hat da Silvia im Eifer zu viel gewürgt? Der Hahn ist ziemlich empfindlich, er ist aus Plastik.
Auch Antonio, der Allround- und Sicherheitsmann vom Besucherzentrum Loreto kann den tropfenden Wasserhahn nicht flicken.
Er empfiehlt uns zurück nach Posadas zu fahren. Dort gibt es beinahe alles.

Sobald wir die Wasserpumpe anmachen, z. Bsp. um zu duschen oder nur schon um die WC Spülung zu betätigen, tropft es unter dem Lavabo. Im offenen Kehrichteimer hat sich das meiste Wasser gesammelt, die Überschwemmung war nicht so schlimm.

Wir packen unsere sieben Sachen zusammen und versuchen unser Glück in Posadas.

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P1090801   Mario und Rocky passen auf den bei der YPF abgestellten Amigo auf. Mit dem Suzuki machen wir uns auf die Suche nach einem Sanitärgeschäft.

Zunächst fahren wir an sehr vielen Autowerkstätten vorbei, jede ist auf etwas Bestimmtes spezialisiert. Das bringt uns auf die Idee, dass wir hier zwei defekte Kleinigkeiten vom Suzuki beheben lassen könnten.

Bei der Firma David lassen wir die lärmende Klimaanlage vom Suzuki reparieren. Das lästige Geräusch nervt Silvia schon lange. Die Sache ist schnell und professionell erledigt. Da haben wir ja noch genug Zeit, um auch die Bremsklötze auszuwechseln zu lassen.    P1090800
P1090811   Wir fragen in verschiedenen Werkstätten nach, erst bei “Dunlop” hat man die passenden Bremsklötze da. Aber leider nur ein Paar. Die anderen beiden Klötze werden von einem Mechaniker schnell organisiert. Da haben wir Glück gehabt.
Erich überwacht die Arbeit. Silvia geht derweil mit Carmela an den Grenzfluss zu Paraguay, dem Rio Paraná spazieren.
Vom Ufer aus sehen wir die “Puente Internacional San Roque González de Santa Cruz”. Sie verbindet Posadas in Argentinien mit Encarnacíon in Paraguay. Sie ist benannt nach dem Gründer der beiden Städte, dem Jesuiten Roque González.
Die Schrägseilbrücke ist 1620 Meter lang.
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P1090810   Es ist ziemlich heiss und sehr schwül. Ich beschliesse wieder umzukehren. Mir ist langsam schwindlig. Nach knapp 30 Minuten sind wir zurück bei der Werkstatt und flüchten direkt in den klimatisierten Aufenthaltsraum. Dieses tropische Klima ist einfach nichts für mich.
Wir finden ein grosses Sanitärgeschäft mit einer grossen Auswahl an Wasserhahnen der Marke Thetford. Leider ist für das Wohnmobil kein passender dabei. Der hilfsbereite Verkäufer sagt, dass wir in Buenos Aires nach dem richtigen Wasserhahn schauen sollen. Hier in Posadas würden wir nichts finden. Leider hat sich seine Aussage bestätigt, denn auch in den kleineren Sanitärgeschäften,  “Ferreterias”, gibt es nichts entsprechendes.

Was tun?

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P1090807   Ob wir nach Buenos Aires oder Montevideo zurück fahren kommt von der Distanz her nicht drauf an. Beide Städte sind etwa 1200 km  entfernt. Erich ruft Heinz vom Paraiso Suizo an, ob es denn in Uruguay einen passenden Wasserhahn gibt. Heinz wird schnell fündig und bestellt direkt zwei für uns, einen als Reserve.

Haha, wir fahren zum zweiten Mal zurück in Paraiso Suizo!

Übernachtungsplatz: Parkplatz im Gras bei der YPF 

GPS: S 27 26.596’, W 55 52.658’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Ja
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 072018
 
105_Santa_Ana-Loreto   Nur 10 km weiter westlich befindet sich die Jesuitenreduktion “Nuestra señora de Loreto”. Auch sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Die Provinz Misiones in Argentinien ragt wie ein Daumen weit nach Brasilien und Paraguay hinein. Rote Erde, tiefgrüner Urwald, tosende Wasserfälle in Iguazu und geheimnisvolle Kirchen machen das leicht hügelige Misiones aus.   IMG_2374
IMG_2394   Loreto ist eine archäologische Kulturstätte. Hier werden nur geführte Touren durchgeführt, damit niemand die andauernde Arbeit der Archäologen stört. Die Führung ist nur in Spanisch. Das stört nicht weiter, denn in Santa Ana wurden wir in Englisch sehr gut informiert über die drei Jesuitenreduktionen Santa Ana, Loreto und San Ignacio Mini.
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Die originalen Steinbrocken werden gut verschlossen aufbewahrt.   IMG_2381
IMG_2392   Die Reduktion Lorteo ist die grösste der drei Siedlungen.
Die Säulen der ehemaligen Kirche müssen gestützt werden. Starke Regenfälle unterspülen die Steine und bringen sie zu Fall.
Es braucht viel Vorstellungskraft um sich hinter den breiten Treppenstufen das Eingangsportal zur Kirche vorzustellen.   IMG_2376
IMG_2380   Der Urwald mit seinen fantastischen Pflanzen.

 

Die Orchidee am Baum ist ein Parasit.   IMG_2395
IMG_2401   Erich hat es sich mit Carmela und Rocky im Urwald gemütlich gemacht.
Am Nachmittag besuchen Silvia und Mario die 8 km entfernte Jesuitenreduktion San Ignacio Mini. Sie ist die besterhaltene und einzige restaurierte Jesuiten Siedlung in Argentinien.
In der Blütezeit von San Ignacio Miní um 1730 wohnten hier etwa 4.000 Personen.
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IMG_2404   Beim Anblick des Repliks erahnt man die gewaltigen Ausmassse der Kirche.
Wir haben Glück und dürfen mit drei Australiern an einer englisch gesprochenen Führung teilnehmen..So erfahren wir, dass ein italienischer Architekt die Bauten entworfen hat.

Als die Jesuiten von den Spaniern 1767 aus Südamerika vertrieben  wurden, verliessen die Guaranís die Reduktion, und die Siedlung blieb verlassen. 1984 wurde sie gemeinsam mit den Missionen in Santa Ana und Loreto von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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IMG_2413   Die mächtigen Steinmauern der Barockkirche waren bis zu 2 Meter dick. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Kirche noch nicht verfallen ist.
Der Grundriss verfügt eine Länge von über 74 mal 24 Metern.
An den Vorder – und Hinterseiten der Wohnhäuser der Guaraní war ein Säulengang angebracht. Man konnte sich auch bei Regen trockenen Fusses in der Siedlung bewegen.   IMG_2416
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Der Urwald hat sich stark über den Ruinen ausgebreitet, als sie verlassen wurden. Dieser Feigenbaum hat tatsächlich eine dicke Steinsäule “verschluckt”. Beim nahen Betrachten sieht man die Säule.

 

 

Der Film „Die Mission” von 1986 mit Jeremy Irons und Robert de Niro bezieht sich auf San Ignacio Mini.

Übernachtungsplatz: Parkplatz bei der Mission Loreto

GPS: S 27 19.939’, W 55 31.227’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 062018
 
104_Alvear-Santa_Ana   In der argentinischen Grenzstadt Posadas, am Rio Parana gelegen, füllen wir unseren fixen Gastank an einer  Propangastankstelle auf. Die entsprechenden Adapter hat Erich dabei.

Auf der Ruta 12 fahren wir bis zum Abzweiger zu der Jesuitenreduktion bei Santa Ana ein kurzes Stück dem Grenzfluss Rio Paraná entlang.
(”Reducción” ist das spanische Wort für Siedlung oder Niederlassung.)
Wir befinden uns mitten im Urwald, zurück versetzt in die Zeit  der Kolonisierung durch die Spanier und Portugiesen im 17. Jahrhundert. Zwei Kolonialmächte, die sich um die Bodenschätze und die Einheimischen, den Guaraní, stritten. 

Das Klima und die lästigen Moskitos setzen uns etwas zu. Kann man sich jemals an die feuchte tropische Hitze  gewöhnen? Dabei ist es erst Frühling.

Vor uns stehen die Ruinen der Siedlung Santa Ana im argentinischen Departement Misiones gelegen. Hier wurden die Guaraní von den Jesuiten zusammengeführt, um sie vor den Sklavenhändlern und dem Tod zu schützen. Weitere Reduktionen finden sich in Brasilien, Uruguay und Paraguay, bis hinauf nach Bolivien. Diese  Siedlungen durften nur von Guaraní sowie von den Jesuiten und deren geladenen Gästen betreten werden. Die Niederlassungen unterstanden der spanischen Krone und nicht den Eroberern.

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__SM9100   Die Missionen wurden auf einer Anhöhe errichtet, so konnte man durch Rauchzeichen den nächst gelegenen Reduktionen Meldungen übermitteln.
Zu einer Siedlung gehörten die Wohnungen für die Guaraní, eine Kirche, Schulräume, Bibliothek, Werkstätten, Kapelle, Gemüsegarten und ein Friedhof.
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In der  Santa Ana Mission lebten bis zu 6000 Menschen. In der Regel leiteten zwei Jesuiten eine Reduktion, wobei einer nach Gesetz offiziell Vertreter des spanischen Königs war. Die Jesuiten organisierten und leiteten den ganzen Betrieb. Sie wirkten nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Organisatoren, Ratsherren, Richter, Ärzte, Architekten, Musiker, Kirchen- und Instrumentenbauer, Handwerker, Kaufleute, Ingenieure, usw.   __SM9086
__SM9087   Ein Hund begleitet uns die ganze Zeit auf unserem Erkundungsbesuch. Das hungrige Bürschchen gleicht Carmela sehr. Natürlich haben wir ihn gefüttert und schon haben wir einen treuen Begleiter.
Der Friedhof und das gesamte Mauerwerk ist vom Urwald ziemlich überwuchert.

Die Jesuiten missionierten in unkonventioneller Weise, indem sie das Denken der Einheimischen respektierten und sich deren Schulungs- und Lebensgewohnheiten anpassten. Die Missionare lernten ihre Sprachen. Dazu verfassten sie Wörterbücher, übersetzten die Bibel und andere Texte, die sie selber druckten.

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__SM9095   Die Bekehrung der Guaraní zum Christentum gelang den Jesuiten nur deshalb so zahlreich, weil die Einheimischen Unterschlupf und Schutz in den Reduktionen fanden.
Der Friedhof wurde bis ins 20. Jahrhundert von der Bevölkerung weiter genutzt.   IMG_2358
IMG_2361 IMG_2361 Jede Reduktion suchte nach einem eigenen Weg zum wirtschaftlichen Erfolg und konzentrierte sich auf bestimmte Erzeugnisse. Sie tauschten diese nach Bedarf untereinander aus und gaben auch ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiter. In Santa Ana lag das Schwergewicht auf der Viehzucht und Landwirtschaft.

Übernachtungsplatz: Parkplatz bei der Mission 

GPS: S 27 23.298’, W 55 34.802’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Ja
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 052018
 
103_Termas_del_Dayman-Alvear   Es ist ein Katzensprung bis zur Grenze. 100 Tage sind Silvia und Erich bereits in Uruguay. Damit hat es nun ein Ende, heute geht es hinüber nach Argentinien. Unser Ziel in Argentinien sind die Wasserfälle des Rio Iguazu. Bis dorthin sind es noch 900 km. Auf halbem Weg wollen wir noch die Jesuitenreduktionen besuchen. Wir denken, dass wir in 4 – 5 Tagen in Iguazu ankommen werden. Dann geht es weiter nach Paraguay zum Campingplatz “Hasta la Pasta”.
Aber erst einmal geht es nun zum argentinischen Zoll.
Auf der Grenzlinie zwischen Uruguay und Argentinien befindet sich der Stausee “Salto Grande”, hier wird der Grenzfluss “Rio Uruguay” für ein Wasserkraftwerk gestaut.

Auf der 3 km langen Strasse der Staumauer fahren wir bis zum Gebäudekomplex beider Zölle. Im Gegensatz zu der mautpflichtigen Grenzbrücke in Fray Bentos ist die Fahrt auf der Staumauer für Autos und Wohnmobile umsonst. Nur LKW’s müssen eine Maut entrichten.

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IMG_2345   Die Abfertigung geht sehr schnell. Die Fahrzeuge werden nicht einmal inspiziert, das frische Gemüse und die Äpfel bleiben uns also erhalten. Die Papiere der Hunde werden noch verlangt, eine Kopie bleibt beim Zoll.
Auf der uruguayanischen Seite müssen wir uns an einem kleinen Schalter einen Barcode fürs Wohnmobil besorgen, damit wir die 2.40 Meter hohe Schranke passieren können.
Die ist für die LKW Fahrer gedacht, damit diese nicht vergessen zu bezahlen.

An der YPF km 296 machen wir Mittagspause. Hier haben wir mit Marcel übernachtet, als wir auf dem Weg nach Uruguay waren.
Wir drehen eine Runde mit den Hunden. Es ist ziemlich warm, man merkt dass wir gegen Norden fahren.
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P1090792   Um 18.30 Uhr entscheiden wir uns, an einer Axion Tankstelle zu übernachten. Im Laufe des Abends kommen immer mehr LKW’s, die auch einen Platz für die Nacht brauchen. Wie immer an solchen Plätzen tummeln sich hier einige streuende Hunde. Für Carmela ist das sehr spannend. Sie kann es sehr gut mit den Streunern.
Die Begrüssung der Hunde ist immer sehr freundlich und vorsichtig.

Rocky lassen wir aus dem Spiel. Er ist körperlich nicht ganz auf der Höhe. Er hinkt zur Zeit oft. Wahrscheinlich hat er sich etwas übernommen.

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P1090777   Kurz nach uns kommt noch ein kleiner Lastwagen auf den Parkplatz. Wir staunen nicht schlecht, als er seine Seitenwände öffnet.
Der ganze Wagen ist vollgeladen mit Tauben. Sieben oder acht Tauben sind eng eingepfercht in diesen Metallschubladen.Was macht er nur mit diesen Vögeln?   P1090780
P1090787   Der Himmel scheint zu glühen beim Sonnenuntergang.

Was für eine Überraschung am nächsten Morgen als wir zum Himmel schauen. Dieser ist gestreift, ein lustiges Wetterphänomen.
(Foto unten rechts)

Übernachtungsplatz: Parkplatz beim Comedor 

GPS: S 29 05.147’, W 56 33.728’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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Oct 042018
 
102_Lago_Andresito-Termas_del_Dayman   Unterwegs nach Norden halten wir am Thermalbad von Daymán, das zum Ort Salto gehört.
In der Winterzeit sind die zahlreichen Thermalbäder in dieser Gegend die beliebtesten Urlaubsziele der Uruguayos.
Silvia und Heinz haben uns einen Besuch eines dieser Thermalbäder sehr empfohlen.
Am Kreisel an der Ruta 3 nehmen wir die dritte Ausfahrt und finden uns an einer mit Hotels, Appartements und Restaurants gesäumten Strasse wieder.   IMG_2424
P1090769   Am Ende der Strasse befindet sich der Eingang zum Thermalbad von Daymán. Bei der Suche nach Öl in dieser Region stiessen Ingenieure auf das Wasserreseroir des Aquifer Guarani. Das Wasser in dem bis zu 1500 Metern tiefen Grundwasserleiter mit einer Fläche von 1’200’000 Quadratkilometern ist eines der drei grössten Süsswasservorkommen auf der ganzen Welt. 70 % der Gesamtfläche des Speichers befinden sich in Brasilien, 19 % in Argentinien, 6% in Paraguay und 5% in Uruguay.
Wir parken genau hinter dem Thermalbad. Am Ende des Parkplatzes gibt es ganz offiziell Plätze für Wohnmobile.

Mario und Silvia packen die Badesachen ein und besuchen das Bad. Wir erhalten ein gelbes Bändeli ums Handgelenk und dürfen damit den ganzen Tag rein und raus.

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P1090768   Wir sind ein bisschen enttäuscht, hier sieht es aus wie in einer ganz normalen Badi. Es gibt viele verschiedene Schwimmbecken mit unterschiedlich warmen Wassertemperaturen. Der Strahl der Massagebrausen bearbeitet unsere schmerzenden Körperstellen. Nach der ausgiebigen Dusche gehen wir ins heisseste Bad um zu entspannen. Hoffentlich hilft die Wärme, dass bei Silvia die Schmerzen vom Gesäss bis zum Fuss nachlassen.
 
Der Besuch war eine Wohltat, länger als 30 Minuten haben wir es in den heissen Becken nicht ausgehalten. Wir könnten am Abend ja noch einmal hinein gehen. Daraus wird nichts, denn die wohlige Wärme hat uns ganz müde gemacht und den Körper für den Moment sehr entspannt.   P1090770

Übernachtungsplatz: Parkplatz bei den Termas de Daymán 

GPS: S 31 27.566’, W 57 54.515’
Preis: Gratis
Strom: Nein
Wasser: Nein
WiFi: Nein
Big Rigs: Ja
Dogs: Ja

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101. Etappe: Paraiso Suizo – Lago Andresito

101. Etappe: Paraiso Suizo – Lago Andresito

  Am fünften Tag im Paraiso brechen wir wieder einmal auf, um zu reisen. Die Fahrräder lassen wir bei Heinz zurück, denn die defekte Elektronik der Anhängekupplung konnte nicht repariert werden. Wir lassen uns ein neues Teil von Vreni und Peter aus der Schweiz mitbringen. Die beiden haben ihre Südamerika Reise für einen Heimaturlaub unterbrochen […]

Unerwartete Testfahrt

Unerwartete Testfahrt

  Es ist soweit! Die Werkstattbesuche in Montevideo bei der Mercedes Garage und bei Julio dem Wohnmobilhersteller haben ein Ende gefunden. Die undichten alten Solarpanel hat Erich am Tag vorher noch abgedichtet. Bei Silvia und Heinz genossen wir am  Vorabend ein feines Raclette in der Beiz. Die Reiselust hat uns wieder gepackt, los geht es.Jetzt […]

Winter im Paraiso Suizo – Impressionen – 29.6. – 26.9.2018

Winter im Paraiso Suizo – Impressionen – 29.6. – 26.9.2018

  Es ist Winter in Jaureguiberry. Die Temperaturen bewegen sich zwar nicht im Minusbereich, aber für einen morgendlichen Frost reicht es im Juli trotzdem. Drei Monate sind wir an diesem traumhaften Platz im Paraiso Suizo. Mitte Juli reist Marcel in die Schweiz. Dann warten wir auf die Ankunft von Mario Ende August. Mitte September kommen […]

100. Etappe: Santa Catalina – Paraiso Suizo

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  Im Laufe des Nachmittags erreichen wir das Paraiso Suizo.Der Kreis hat sich geschlossen.Silvia, Erich und die Hunde ziehen in den Bungalow mit Hundeauslauf ein.Marcel wohnt bis zu seiner Abreise in 13 Tagen im Streuner, Die Fahrzeuge werden aussen und innen einer gründlichen Reinigung unterzogen. Das Postauto wollen wir verkaufen. Es ist so eingerichtet, dass […]

99. Etappe: Gualeguaychú, Argentinien – Santa Catalina, Uruguay

99. Etappe: Gualeguaychú, Argentinien – Santa Catalina, Uruguay

  Mittags sind wir am Zollgebäude Argentinien/Uruguay. Die gewohnten Formalitäten werden erledigt. Anschliessend schaut ein uruguayanischer Zöllner in die Fahrzeuge. Zum ersten Mal auf unserer Reise wird das offene Hundefutter beschlagnahmt. Über das 15kg Reservepaket in der grossen Futterkiste schweigt Silvia. Der Herr ist im Moment sowieso abgelenkt, als er den grossen Glacevorrat im Tiefkühlfach […]

98. Etappe: YPF km296 RN14 - Gualeguaychú

98. Etappe: YPF km296 RN14 – Gualeguaychú

  Wir sind nahe der Grenze zu Uruguay. Bevor wir nach Uruguay reisen, muss Silvia die amtlichen Papiere für die Hunde bei der Senasa erstellen lassen.Da die Senasa nachmittags geschlossen ist, fahren wir am anderen Morgen in die Stadt. Vor 2 Jahren waren wir schon einmal bei diesem Amt. Silvia ist sehr überrascht, als die […]

97. Etappe: Santo Tome - YPF km296 RN14

97. Etappe: Santo Tome – YPF km296 RN14

  Regen und Nebel sind bis mittags unsere ständigen Begleiter. Rocky und Carmela kommen bis mittags nicht zum Zug. Als sich die Sonne zeigt und am Rande des Pannenstreifens ein breit gemähter Wiesenabschnitt ist, halten wir für eine Bewegungspause bis wir unseren Übernachtungsplatz bei der YPF Tankstelle  ansteuern.     Die Umgebung der Tankstelle ist […]

96. Etappe: La Libertad vor Iguazu – Santo Tome

96. Etappe: La Libertad vor Iguazu – Santo Tome

  Marcel hat mit dem Besuch der fantastischen Iguazú Wasserfälle alle Häkchen gesetzt auf seiner “To do – Liste”.Er fliegt demnächst von Montevideo, Uruguay, zurück in die Schweiz. Jetzt ist wieder Kilometerfressen angesagt, bis wir an der argentinischen – uruguayanischen Grenze in Gualeguaychu sind. Bis Posadas bleiben wir auf der Strasse 14 und bewegen uns […]

95. Etappe: Posadas - La Libertad vor Iguazú

95. Etappe: Posadas – La Libertad vor Iguazú

  Die gigantischen Wasserfälle von Iguazú will Marcel noch gesehen haben bevor er zurück in die Schweiz kehrt.     Mit dem Zug des Nationalparks fahren wir 7 km bis zur Endstation namens Garganta del Diabolo (Teufelsrachen). Wir laufen 1 km auf einem Steg über den unglaublich breiten Rio Iguazú. Unterwegs begegnet man Waschbären, die […]

94. Etappe: Itati – Posadas

94. Etappe: Itati – Posadas

  In Posadas herrscht reger Betrieb. Die Strassen werden von Vespafahrern dominiert. Sie kommen von allen Seiten, unberechenbar scheint uns die Verkehrssituation. Beim Tierarzt Juan der Tierarztpraxis Itatí kann der für Uruguay verlangte Leishmaniosetest innert einer Stunde gemacht werden. Die Hunde werden vorschriftsgemäss gegen interne und externe Parasiten behandelt. Wir erhalten anschliessend je ein Gesundheitszertifikat. […]

93. Etappe: Malabrigo - Itatí

93. Etappe: Malabrigo – Itatí

  Tankstellen sind oft eine gute Wahl für eine Übernachtung. Sie sind in der Regel beleuchtet und gut bewacht. Die grossen Parkplätze sind für die LKW Fahrer essentiell. Das kommt uns zu Gute. Übernachtungsplatz: Oil Tankstelle Itatí GPS: S 27 20.965’, W 58 14,045’Preis: GratisStrom: NeinWasser: Jein, vis à vis bei der Statue VirgenWiFi: NeinBig […]

92. Etappe: Shell vor Santa Fe - Malabrigo

92. Etappe: Shell vor Santa Fe – Malabrigo

  Wir “rasen” was wir können, haha mit max. 80 km/Std. Die Hauptstadt der Zitrusfrüchte ist perfekt für die heutige Übenachtung. Die Strecke bis dorthin ist ohne Unterbruch durch Landwirtschaft geprägt. Es ist durchaus legitim, auf dem Pannenstreifen für eine Pause zu halten.     Am Strassenrand von Malabrigo reihen sich die Verkaufsstände von Orangen, […]

90. Etappe: Salinas Grande–Cordoba

90. Etappe: Salinas Grande–Cordoba

  Rund um Cordoba kennen wir uns mittlerweile aus. Wir steuern direkt den Camping Municipal an. Wie schön ist das, wenn man wieder erkannt wird. Mit Roberto Gibert haben wir am nächsten Tag einen Termin vereinbart. Der defekte Treppenmotor wird uns gratis ersetzt.   Übernachtungsplatz: Camping Municipal GPS: S 31 21.663, W 64 15.787Preis: AR$ […]

89. Etappe: Atahona – Salinas Grande

89. Etappe: Atahona – Salinas Grande

  Reich beschenkt mit Kochlöffeln, welche der Ehemann von Margoth Bonny selber aus hartem Holz schnitzt, süssen Kartoffeln, Grapefruits und Orangen machen wir uns mit Gottes Segen auf den Weg Richtung Cordoba. Wir schaffen die ganze Strecke nicht heute, darum legen wir am Salzsee “Salinas Grande” einen Stopp für die Nacht ein.   Der Salzsee […]

88. Etappe: Ruinas del Quilmes – Atahona

88. Etappe: Ruinas del Quilmes – Atahona

  Die Fahrt über die geteerte, aber trotzdem in schlechtem Zustand, Strasse 307 ist sehr schön. Die Bevölkerung in Amaiche de Valle ist zu Recht stolz auf ihre Vorfahren des Stammes der Quilmes. Die Passstrasse ist geprägt von Kakteen. Auf der Passhöhe weht ein eisiger Wind. Über dem Ferienort Tafí de Valle hängt dicker Nebel. […]

87. Etappe: Quebreda del Diablo – Zufahrt zu Ruinas del Quilmes

87. Etappe: Quebreda del Diablo – Zufahrt zu Ruinas del Quilmes

  Die Ruta 68 ist in Cafayate zu Ende. Von nun an geht es auf der Strasse 40 weiter Richtung Osten. Die Schlucht wird ab dieser Felsformation wieder breiter. Die Landschaft verändert sich ab jetzt.     Wir befinden uns nun im bekannten Weinanbaugebiet von Cafayate. In dieser warmen Zone wird hauptsächlich Weisswein hergestellt. Wir […]

86. Etappe: Eingang der Quebreda del Diablo – Quebreda del Diablo

86. Etappe: Eingang der Quebreda del Diablo – Quebreda del Diablo

  Die Nationalstrasse 68 führt durch eine wunderbare Schlucht. Die Landschaft wirkt teilweise wüstenartig. Uns gefallen die roten Felsen, die manchmal eigenartige Formationen bilden.     Beim Parkplatz des “Rachen des Teufels” kauft Marcel eine Flöte aus Ton. Die Verkäuferin hat sich den besten Platz ausgesucht, denn die Klänge der Flöten tönen hier besonders gut. […]

85. Etappe: Purmamarca – am Eingang der Quebreda de Diablo

85. Etappe: Purmamarca – am Eingang der Quebreda de Diablo

  Die Strecke heute wird leider auch etwas lange. Unser Plan, bei einem Staudamm in etwa 100 km Entfernung von Purmamarca zu bleiben ist nicht aufgegangen. Der Weg dorthin ist für grosse Fahrzeuge nicht möglich. Keine Tafel macht den Fahrer vorher darauf aufmerksam. Man lässt einen fast ins Verderben fahren, zum Wenden ist gerade noch […]

84. Etappe: San Pedro de Atacama, Chile – Purmamarca, Argentinien

84. Etappe: San Pedro de Atacama, Chile – Purmamarca, Argentinien

  Die reine Fahrstrecke beträgt heute 411 km. Wir brauchen dafür fast 9 Stunden. Die Anforderungen an die Fahrzeuge und uns sind wegen dem niedrigen Sauerstoffgehalt der Luft in 5000 m Höhe sehr hoch. Schon kurz nach San Pedro de Atacama wird es sehr steil bis der höchste Punkt des Paso Jama bei 4832 m […]